KickassRadio 3| 2026

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Musik | Urheber

Vielen Dank an: Christoph a.k.a. Henk Van Hiijden http://www.henkvanhiijden.de Weitere Musik seiner Band Conny Trash: https://open.spotify.com/artist/2gaoVMYbChhq9eI44BBctT?si=8SGqzqOtSriIIe1y7dNobQ

Transkript anzeigen

00:00:15: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge des Kickers Radios.

00:00:19: Mein heutiger Gast hat sich etwas ganz Besonderes vorgenommen.

00:00:22: Er ist Ultraläufer und hat nicht irgendeinen Ultra gelaufen, sondern wahrscheinlich den Ultramarathon überhaupt.

00:00:31: Nämlich den Ultramarathon von Athen nach Sparta, den Sparta-Atlón.

00:00:36: Die Strecke von zweihundert sechsundvierzig Kilometern.

00:00:39: Ja, zweihundert sechsundvierzig Kilometer gilt es zu bewältigen und Ja, er beschreibt seinen Weg, den er mit mir gemeinsam gegangen ist, um diese zwei Jahre und forty Kilometer tatsächlich auch gesund und munter zu überstehen.

00:00:55: Neben einem ganz normalen Beruf und und und und und und.

00:00:59: Und ich bin glücklich, dass ich Riko Beckmann für diesen Podcast gewinnen konnte.

00:01:03: Er ist Teilnehmer unseres ersten Rotprojekts von vor drei Jahren und seitdem durfte ich seinen Weg begleiten.

00:01:10: und in diesem Herbst ist ihm eine erfolgreiche Teilnahme beim Spartheitlon geglückt und hört selbst seinen Weg.

00:01:20: Ich darf als Trainer sagen, dass ich selbst viel von Rico lernen durfte während dieser Zeit und mich glücklich schätze, dass ich mit ihm das Experiment ultra Langstreckenlauf auch für mich machen durfte als Trainer, wie das mit einem normalen Job kombinierbar ist und mit sehr viel Freude am Laufen und mit sehr viel Freude an Wettkämpfen.

00:01:42: Hört selbst.

00:01:42: Viel Freude mit Rico und seiner Geschichte auf dem Weg zum Spartertlond.

00:01:49: Hast du Lust, dich erstmal vorzustellen und zu sagen, wo kommst du her?

00:01:54: Wie hast du dich zu uns verirrt?

00:01:55: Sehr gerne und danke für die Einladung.

00:01:57: Ja, ich bin Rico, komme aus Thüringen und habe irgendwann mal auf einem YouTube-Kanal von einer gewissen Laura Philippe so ein Video gesehen, wo es darum ging, das Rot-Twanzig-Projekt zu Tison.

00:02:10: Na ich, wie ich war, dachte ich, es gibt was zu gewinnen.

00:02:12: Nein, dem war nicht so.

00:02:13: Es war quasi ein Gesamtpaket von einem Startplatz mit Training, Ernährung und allem drum und dran.

00:02:20: Und ein Stück weit war das schon immer ein bisschen mein Traum, irgendwann mal ein Jahr vielleicht etwas professioneller zu trainieren und zu schauen, was das einem Körper so rauszuholen ist.

00:02:29: Ja, so bin ich zu quick erst gekommen.

00:02:31: Und sehr, sehr dankbar dafür, hatte dann das Glück, Philipp als Trainer zu bekommen, was nicht bedeuten soll, dass die anderen Trainer minder sind.

00:02:38: Ganz im Gegenteil, ist ein super nettes Team.

00:02:41: So bin ich hier gelandet und auch sehr dankbar, dass ich da bleiben durfte.

00:02:44: Die zeitlichen Drehshofs müssen ja bei euch auch zur Verfügung stehen.

00:02:47: Und bin jetzt im dritten Jahr und habe mich in diesem Jahr dafür entschieden gehabt, mal nach Griechenland zu fahren und den Sparta-Dlon endlich ins Ziel zu bringen.

00:02:57: Und genau das ist, glaube ich, die Sache, wo ich gesagt habe, hey, wir müssen deine Geschichte mal ein bisschen Weiter beleuchten.

00:03:02: Wo kommst du denn sportlich her?

00:03:03: Was hast du vielleicht in deiner Jugend als Sport gemacht?

00:03:07: Wie war das während deiner Ausbildung?

00:03:09: Und wie kommt man dann einfach auf die Idee rot zu machen und dann dem Ganzen eben noch einen Lauf als Krönung aufzusitzen?

00:03:19: Ja, also ich bin Thüringer.

00:03:21: Das ist das zweite Wort Ringe.

00:03:22: Das heißt, ich bin gelernter Ringer.

00:03:24: Irgendwann mit dreizehn, vierzehn Jahren damit angefangen und war da auch in meiner Jugend.

00:03:29: Ich würde sagen recht erfolgreich.

00:03:30: Das heißt, ich durfte bei deutschen Meisterschaften mitringen.

00:03:32: Bei Landesmeisterschaften regelmäßig auf dem Podest gestanden, für ganz vorne als nie gereicht.

00:03:37: Und irgendwann hatten wir dann die eine oder andere Verletzung so ein bisschen im Schulterbereich den Strich durch die Rechnung gemacht.

00:03:43: Dann kam irgendwann Abitur, Zivildienst, da ging das auch alles noch ganz gut.

00:03:47: Und zum Studium hat es mich dann aus Thüringen weg nach Wuppertal verschlagen.

00:03:51: Auf dem ersten Blick vielleicht nicht die schönste Stadt.

00:03:54: Da war das mit dem Training auch einfach nicht mehr so einfach.

00:03:56: Und dann habe ich einfach vor mich hin studiert.

00:03:58: Da war wahrscheinlich auch alle Sparten einmal durchgemacht.

00:04:01: Von viel studieren und wenig feiern oder das ganze Gegenteil.

00:04:06: Und hatte dann das Glück, an der Uni einen Job zu bekommen, als ich auf Sicherheitstechnik studiert.

00:04:11: Mich um das Thema Umweltschutz, Kläranlagenberechnung, Windkraftanlagen und natürlich auch Arbeitsschutz und ähnliche Themen gekümmert.

00:04:19: hab zwei Jahre an der Uni arbeiten dürfen und in diesem Zuge wollte ich nach meiner Master thesis, weil ich einen Monat früher fertig geworden bin, so was wie die Weißheitszähne noch loswerden, hab Medizin lassen, einen Allen vier mit einmal und zwischen den Feiertagen dann einfach mal so drei, vier Kilo Gewicht verloren, aufgrund des wenigen Essens, was da möglich war und hab gemerkt, dass dann ab ersten, erstens das Joggen viel viel einfacher war.

00:04:42: Wir reden hier über den Zeitraum, erster, erster, Jahrzehnte.

00:04:46: und habe mich dann einfach Stück für Stück selbst getrenniert, fünf Kilometer Läufe irgendwie im Robot angemeldet.

00:04:53: Und so bin ich dann Stück für Stück zum Vereinzlaufen gekommen oder auch zu diesen ganzen Klassiker-Cups und Lauf-Cups, die es in den einzelnen Bundesländern gibt.

00:05:03: Und habe dann in meinem Nachbarort einen Verein gefunden, der nennt sich Lauffeuer Freudstadt.

00:05:08: Die laufen leider länger als vierzig Kilometer und fangen bei hundert Kilometern gefühlt an.

00:05:13: Und da auch eine sehr, sehr nette Community von vielen, vielen Herren, die das schon viele, viele Jahre gemacht haben.

00:05:19: Da geht es nicht um Geschwindigkeit, da geht es um Ankommen.

00:05:21: Und das sind eigentlich eher Survival-Rennen, wo es viele andere Probleme zu beschreiten geht als irgendeine Pace zu halten.

00:05:29: Und bin da einfach vom nicht ganz so schnellen Laufen direkt zum langen Laufen gekommen, was mir eigentlich sehr gut liegt.

00:05:34: Und so bin ich dann auf der hundert Kilometer Distanz gelandet.

00:05:37: Das ist so ein Gefühl, das wo ich mich am wohlsten fühle.

00:05:40: Und ja, hab dann halt das Rotprojekt gesehen und dachte, Triathlon machst du auch schon ein paar Jahre, alles selbst trainiert und mit eigenem Equipment, was man so sich zusammen liest und fand den Schritt dann zu einem etwas professionelleren Training einfach den richtigen.

00:05:55: Kannst du sagen, was sich in deinem Leben verändert hat oder welchen Stellenwert der Sport für dich dann schrittweise eingenommen hat?

00:06:02: Weil ich meine, das klingt jetzt so krass.

00:06:04: Das sind jetzt auch fünfzehn Jahre seitdem du das machst.

00:06:06: Ja, du bist jetzt Ende dreißig.

00:06:12: Und ungefähr seit fünfzehn Jahren jetzt in dem Ausdauersport und hast dich schrittweise wirklich an krasse Ultradistanzen herangearbeitet.

00:06:22: Und ich glaube, ich habe selten jemanden erlebt, der das mit so viel Freude und Hingabe tut und auch verhältnismäßig viele Ultradistanzen übers Jahr macht.

00:06:33: Was hat das mit dir gemacht?

00:06:34: Was hat das mit dir?

00:06:35: Was hat das in dir bewegt?

00:06:37: sich auf solche Sachen einzulassen?

00:06:40: Na ja, in erster Linie war es halt so, dass ich schon immer mich bewegen musste.

00:06:46: Und heute gibt es da sehr viele andere Ausdröger als früher.

00:06:48: Ich war der klassische Zappel-Philipp, der an der Klasse nicht wusste, wohin sollte.

00:06:52: Und die Energie musste halt immer irgendwo raus.

00:06:54: Und am Anfang war es halt das Ring, was für mich wahrscheinlich der Lebensräder schlechthin war.

00:06:58: Weil auch so was wie Aggression oder mit Problem umgehende was gab es nicht.

00:07:02: Ring ist ein sehr, sehr faire Sport.

00:07:04: Außer, dass man das zur Schiedsrichter nicht sieht.

00:07:06: Spaß bei Seite.

00:07:07: Von daher war das einfach super.

00:07:09: Man ist sozialisiert worden.

00:07:10: Man konnte sehr, sehr viel einfach im Sport erleben und ist natürlich auch in der Klicke zusammengewachsen.

00:07:16: Wir treffen uns heute noch regelmäßig.

00:07:18: Wir sind kumpels wie eh und je.

00:07:19: Egal, ob man sich mal drei, vier Jahre nicht sieht und so weiter.

00:07:21: Und so brauche ich, glaube ich, den Sport auch, um in gewisser Weise in der richtigen Spur zu laufen.

00:07:28: Und meine Frau ist dankenswerterweise so nett und gewährt mir das.

00:07:31: Ich habe sie jetzt endlich auch dazu animiert, ebenfalls den Laufsport zu fröhnen oder sich halt auch da einfach aktiv mit zu bewegen.

00:07:39: Und das ist einfach der Grund, warum man dann einfach das auch braucht.

00:07:44: Genau, nur das Brauchen ist ja also einmal, einmal finde ich es faszinierend, nämlich einen Sport wie Ringen auszuüben, der Attribute wie kurze Wettkämpfe.

00:07:55: extrem hohe Intensitäten, eine extreme Körperlichkeit verbindet, finde ich total spannend und du bringst ja jetzt auch ein bisschen Muskelmasse mit.

00:08:05: Und das dann auf der anderen Seite in so ein Ausdauersport zu übertragen, fand ich total spannend.

00:08:11: Und auch was bei dir für mich vom ersten Tag an super interessant war, du hast da wie so eine Triebfeder für dich gefunden innerhalb dieses Sports, die dich glücklich sein lässt, die dir das so leicht erscheinen lässt, auch echt krasser ausdauert.

00:08:28: Ich mache gerade mal ein paar Beispiele.

00:08:30: Es ist zum Beispiel für mich auch ein Neuland gewesen, dass jemand während dem Training einfach zu Freude hier und dann Marathon.

00:08:37: so mit einbaut und das sind jetzt kann man im Frühjahr.

00:08:39: zum Beispiel bist du glaube ich vier Marathons gelaufen.

00:08:42: ja und das das klingt jetzt erst mal krass und ich habe da auch glaube ich erst mal würde ich sagen Fasseris und Timos gehabt als wir damit begonnen haben und durfte mich als Trainer damit auch weiterentwickeln dass es für dich möglich ist und wir haben dann quasi ja gemeinsam mehr oder weniger so ein Nenner gefunden das wir gesagt haben ja wir lassen es teilweise als Training durchlaufen weil es auch tatsächlich im Grundlagenbereich dann gelaufen ist.

00:09:04: Das heißt, es ist ein Marathon, der dich nicht maximal fordert und haben uns darauf geeinigt, an der Bewegungsqualität beispielsweise zu arbeiten oder an den Kraft und an den Bewegungsmustern, so dass du das möglichst gut kannst und haben dafür, habe ich dich überredet im Training zu sagen, okay, dafür Ist aber der Speed zum Beispiel was superwichtig ist, den du brauchst, um eben andere Sachen dabei zu haben.

00:09:30: Wie hat sich das auf dein Training ausgewirkt?

00:09:33: Ja, es war natürlich in erster Linie vollkommen ungewohnt.

00:09:36: Ich habe ja für mich trainiert und was glaube ich auch den Übergang vom Ringkampssport zum Ausdauersport, Laufsport in dem Fall halt auch was die Länge der Distanzen betrifft so ausgemacht hat war, dass die akribische Vorbereitung braucht und auch die Konjunkturität.

00:09:53: Ich liebe Pläne, ich liebe Pläne abzuarbeiten und am besten werden die noch über erfüllt.

00:09:58: Das fängt beim Einkaufen an und hört beim Sport auf.

00:10:00: Und dann von dir in erster Linie erstmal einen Plan zu kriegen, wo gefühlt die Hälfte drin stand und von hundertzwanzig Laufkilometern, die jede Woche problemlos umsetzbar waren.

00:10:10: Allerdings auch alle wahrscheinlich in einer Geschwindigkeit.

00:10:12: Dann auf dreißigvierzig Kilometer, die wir ja im Rotprojekt so abgerissen haben.

00:10:16: Das war absolut unangenehm für mich.

00:10:20: Und das hat es auch fast dazu gefühlt, dass man sich unter Futter sowieso gefühlt hat, aber dass man wieder der Zappelfillip zu Hause wurde, was aber dann den absoluten Auslöser gemacht hat.

00:10:29: Und das ist auch das, was ich an eurem Projekt so schön finde.

00:10:32: Du kriegst die Chance, wenn du dich drauf einlässt, einfach mal eine andere Seite zu sehen.

00:10:37: Und das war halt das Krasse.

00:10:38: Wenn man dann im Training einfach mal eine fünf Kilometer Bestzeit läuft, ohne getäpert oder ohne was, dann weckt man auch als Zappelfillip an, darüber nachzudenken, ob das was man da gerade gelehrt bekommt.

00:10:48: Echt nicht verkehrt ist.

00:10:49: Und das ist einfach das, was an den Unterschied gemacht hat.

00:10:53: Und jetzt ist es was spannendes.

00:10:54: Und zwar, du hast Rot gemacht, hast das auch in meinen Augen recht erfolgreich gemacht, dass da einfach, also das Rotprojekt ist gut durchgelaufen mit einer schönen Zeit.

00:11:03: Neun, vierundvierzig

00:11:06: oder so.

00:11:07: Genau, also ich glaube, da war sogar noch Luft nach oben drin.

00:11:10: Wenn ich den Tag noch richtig im Kopf habe, also das ist nicht alles optimal gelaufen dabei.

00:11:15: Und das ist ja eine krasse Frage, die sich Menschen immer wieder stellt.

00:11:18: Zum Beispiel, sie kriegen keinen Startplatz fürs nächste Jahr in Rot.

00:11:20: Oder was macht man nach Ironman?

00:11:23: Und dann kamst du mit dem Spartheit-Lohn um die Ecke.

00:11:27: Genau.

00:11:28: Und kannst du mir da mal beschreiben, was der Reiz an einem Spartheit-Lohn ist?

00:11:34: Oder vielleicht erst beschreib erst mal bitte genau, was es mit dem Spartheit-Lohn auf sich hat.

00:11:39: Gut, also der Spartheit-Lohn ist, ich würde fast sagen, so der Ur-Ultra.

00:11:43: Was die ganz langen Strecken angeht, gibt es auch noch den Uhr-Hundertmeiler als Western States oder ähnliches, aber der Sparterdlorn in Griechenland geht halt von Athen nach Sparta.

00:11:53: Ist immer am letzten Septemberwochenende, also es wird auch auf keinen Fall kalt in Griechenland.

00:11:58: Und hat halt als Grundlage die Basis von dem, was in der griechischen Historie passiert ist, dass die Persen eingeritten sind und haben gesagt zu den Athenern, wir überfallen euch jetzt mal.

00:12:09: Und dann hat ja der Athenische König den Phytipitis losgerannt als Botenläufer, der ist nach Sparta gerannt und wollte die Spartaner um Hilfe holen.

00:12:17: Dann haben die gesagt, nee, machen wir nicht.

00:12:19: Wir müssen auf irgendeinen Gottesfest warten.

00:12:21: und dann ist er wieder zurückgelaufen übrigens.

00:12:22: Als zu den Lauf gibt es auch Out-of-the-Back.

00:12:25: Und die Einzelstrecke von Atena-Sparta sind halt ca.

00:12:27: sieben Kilometer.

00:12:29: Man läuft die mit knapp drei Tausend dreihundert Höhenmetern.

00:12:31: Das ist gar nicht so schlimm.

00:12:33: Allerdings ist auch nichts abgesperrt.

00:12:35: Und neunneinzig Prozent ist Asphalt, Straße und ein kleiner Berg ist halt drin.

00:12:40: Und ich war zweitausendundzwanzig schon mal dort.

00:12:43: Man muss sich halt auch qualifizieren.

00:12:44: Von daher ist das halt auch nicht so einfach.

00:12:46: Und die Startplätze sind auch sehr limitiert.

00:12:48: Das dürfen maximal so so vierhundert Leute mitmachen.

00:12:52: Und Deutschland hat dreißig Startplätze.

00:12:54: Und da wird dann halt nach Qualifikation und First-in, First-out und Losverfahren, wenn es zu viele sind, halt auch drum gebuhlt, dass die Plätze überhaupt freigegeben sind.

00:13:02: Und als ich im Jahr ist, nach vierundzwanzig Stunden auf Deutschland Lust mehr hatte, bin ich auch ausgestiegen nach hundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:13:23: Die Hauptveranstaltung ist, da gibt es auch alle fünf Jahre ein hundert Meiler statt hundert Kilometern.

00:13:27: Den habe ich dort gelaufen und durfte dort auch als Zweiter über die Ziellinie laufen, nach siebzehn Stunden ein paar zu quetschen.

00:13:34: Und da sind auch drei tausend dreihundert Höhenmeter drin und hatte damit die Qualie einfach.

00:13:39: Und habe dann das Rotprojekt gemacht, völlig sorgenfrei und auch völlig losgelöst vom Laufsport.

00:13:44: Und bin dann in twenty-fünf auf die Idee gekommen, was machst du jetzt einfach?

00:13:48: Und so ist einfach die Idee wiedergekommen.

00:13:50: Komm, wir probieren Griechenland nochmal und gucken, ob wir das schaffen.

00:13:53: Und dann wollte ich das aber auch gerne mit dir als Trainer machen und mit euch als Team, um einfach dort die neuen Impulse, die mich einfach sehr viel weitergebracht und schneller gemacht haben, zu nutzen zu können.

00:14:05: Und wenn man jetzt auf die Vorbereitung schaut, ich gebe zu als Trainer, war das für mich komplett das Neuland.

00:14:11: Ich habe noch nie Jemanden auf einen Lauf, also bis Fünfhundert, da habe ich tatsächlich schon mal jemanden begleitet.

00:14:19: Und jetzt, jetzt kam eben zweihundert vierzig Kilometer darauf zu.

00:14:24: Und ich glaube, dass das natürlich hast du jetzt über die letzten fünfzehn Jahre die Grundlage dafür gelegt, dass überhaupt ein solches Jahr gelingen kann.

00:14:34: Und andererseits.

00:14:35: war jetzt die Herausforderung, zumindest aus meiner Trainersicht, erst mal, dass du mir eine ganze Latte an Wettkämpfen auch noch für das Jahr v.a.

00:14:43: vorgelegt hast, was du von einem Triathlon bis hin zu viermarathonsenden Hundert zwischendrin, was dabei noch zu machen ist.

00:14:53: Und das klingt jetzt erst mal alles so krass.

00:14:55: Und ich habe das auch erst mal so krass wahrgenommen.

00:14:58: Aber jetzt haben wir dazu eine ziemlich coole Haltung gefunden, wie wir das vorbereiten können.

00:15:04: damit einen Weg eigentlich nach Sparta zu bahnen.

00:15:08: Und ich musste ganz schön dafür werben, dass du bis Juni ziemlich die Füße still hältst.

00:15:13: Das heißt für Grundlagentraining, für V-II-Training, für Athletiktraining, dass du so gesund wie möglich in einem Sommer in diese große Vorbereitung dann für Sparta reinmarschieren kannst.

00:15:26: Und kannst du da mal vielleicht einen Abriss über dein erstes halbes Jahr in den Jahr.

00:15:33: Was hast du da im Training gemacht?

00:15:35: Und du bist ja auch aus dem Training heraus eine ganze Menge Wettkämpfe gelaufen.

00:15:41: Ja, also es waren jetzt in diesem Jahr, oder so.

00:15:44: Da sind auch Winterlaufserien dabei, die mal nur über fünf Kilometer oder eine halbe oder eine Stunde gehen.

00:15:49: Das sammelt sich dann schon recht heftig zusammen.

00:15:51: Aber wenn man aus Thüringen kommt, muss der Rennsteglauf dabei sein.

00:15:55: Da gibt es dann auch Strecken über seventy-vier Kilometer, die wir natürlich dieses Jahr eingebaut haben.

00:16:00: Den einen oder anderen Marathon.

00:16:01: Ich fahre auch jedes Jahr gerne nach Glücksburg, mache dort in Bäm Ostsemen mit.

00:16:05: Da gibt es halt die Mitteldistanzen oder die Langdistanzen.

00:16:08: Da haben wir uns dieses Jahr aufgrund des Schwimmens dankbarer Weise dann für die Mitteldistanzen entschieden.

00:16:12: Ja, und am ersten Juli ist halt immer der Thüring Ultra mit den hundert Kilometern, der gesetzt ist.

00:16:18: Der hat halt ein Problem.

00:16:19: Jedes Jahr, wenn du teilnimmst, bekommst du nicht nur eine Medaille, sondern wenn du es schaffst, kriegst du auch noch einen Stern.

00:16:24: Und auf dem T-Shirt möchte man natürlich sehr, sehr viele Sterne haben.

00:16:27: Und das alles im Hinterkopf zu haben, auch so auch mein Wettkampfplan für nächstes Jahr, habe ich dir ja schon vorgelegt, macht es mich dann schon am Anfang wieder sehr stutzig, weil wir doch sehr wenig gelaufen sind.

00:16:38: Und dieses, ich... Halte dich erst mal zurück, damit du gesund bist, bis in die Phase kommst, wo es dann drauf ankommt.

00:16:45: Das ist einem alles theoretisch bewusst.

00:16:48: Praktisch aber echt nicht einfach.

00:16:49: Und da hat mir sehr geholfen, dass wir im Rotprojekt das Fahrrad erfunden haben oder nicht erfunden, sondern gefunden haben, als Ausgleichssport, um einfach Belastung von der orthopedischen Belastung wegzunehmen.

00:16:59: Und trotzdem für mich, die gefühlten Stunden zu fressen, klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd, aber das ist es genau.

00:17:05: Kannst du das Stunden fressen, nochmal zusammenfassen?

00:17:07: Weil das muss ich ehrlich gesagt sagen, dass wir Also du hast schon Stunden gemacht, aber du hast nicht massiv Stunden

00:17:13: gefahren?

00:17:14: Nein, nein.

00:17:14: Also ich mache so im Schnitt zwischen zehn, zwölf, dreizehn Stunden Sport jede Woche.

00:17:19: Und je nach Intensität ändert sich das halt in der Belastung schon.

00:17:24: Aber ich wollte damit sagen, wenn ich vorher unundzwanzig Kilometer gelaufen bin, dann waren die zwölf Stunden voll.

00:17:31: Jetzt bin ich aber nur vierzig Kilometer gelaufen.

00:17:32: Wenn das alles gewesen wäre, dann wäre das für mich persönlich nichts gewesen.

00:17:36: Und das haben wir halt ersetzt durch Radfahren.

00:17:38: Das fand ich halt sehr, sehr erstaunlich, wieviel man wirklich ersetzen kann und wie gut seinem auch körperlich dabei geht.

00:17:45: Also die kleinen Zipperleits, die man vielleicht vor drei, vier Jahren oder so nochmal hatte, das ist auch wirklich alles weg.

00:17:51: Dann das Krafttraining, was vielleicht von außen nicht immer so aussieht, als ob es wirklich ist, aber es sind einfach wirklich Übungen, die dich weiterbringen, aber die dich, wenn du das brauchst, dich selbst gefordert zu fühlen, ist es manchmal vielleicht eine unterforderte Übung oder Aufgabe.

00:18:08: Und da war es halt schon schön, dass man dann einfach mal zwei Stunden Radfahren oder von mir aus auch mal ein paar Intervalle auf dem Rad, die dann einfach wieder sich angefühlt haben, als euch etwas geleistet.

00:18:19: Das ist tatsächlich spannend, dass du das als nicht leisten.

00:18:21: Hier und da empfindest, weil für mich ist es total beeindruckend, wenn dann zum Beispiel am Wochenende ein Marathon steht und du doch in der Folgewoche sehr gut wieder ins Training findest.

00:18:30: Natürlich haben wir dann die Intensitäten dabei reduziert und sind auch in regenerative Trainingseinheiten reinmarschiert, haben teilweise sogar Schwimmen auch mit wieder aufgenommen.

00:18:39: Da darf ich wirklich sagen, dass es als Ringer gar nicht so einfach ist, wirklich im Schwimmen zum Beispiel so eine Traktion ins Wasser zu bringen, dass das anspruchsvoll ist und dass du das aber sehr gut gemeistert hast.

00:18:49: Und ich bin dir einmal sehr dankbar, dass du dich auf den Weg eingelassen hast.

00:18:53: Und gleichsam war es tatsächlich so, dass du eine relativ gute Geschwindigkeit ausgeprägt hast und ich jetzt so eine Ultramarathon-Maschine wie dich erst mal ein Tacken unökonomischer machen durfte, was jetzt für die verhältnismäßig kurzen Distanzen für mich ein ganz guter Kompromiss war, sodass du gar nicht zu... sehr in einem schwälen Training oder in einem Ultra-Ausdauertraining mir abgeschwebt bist, bevor es in die unmittelbare Vorbereitung davon ging.

00:19:24: Und im Training sind wir mit relativ vielen kurzen Intervallen marschiert und auf der anderen Seite mit einfach extensiven Training, also ein klassisches Bipolaris-Modell bis dahin.

00:19:33: Und du hast im Prinzip, wenn man so will, jedes zweite Wochenende in irgendeiner formenden Rennen gelaufen und das von fünf Kilometern tatsächlich bis hin zu einem hundert Kilometer Lauf.

00:19:45: Dabei glaube ich, ist ein ganz wichtiger Punkt, dass du auch zum Verpflegungsmeister inzwischen dabei geworden bist, dass du deutlich mehr Kohlenhydrate, glaube ich, zu dir führen kannst, als das bis vor zwei, drei Jahren der Fall war.

00:19:58: Welchen Weg bist du da im ersten halben Jahr gegangen?

00:20:01: Also dieses ganze Verpflegen konnte ich mich schon immer gut.

00:20:06: Ich weiß nicht, wie es mit Markennamen nennen ist oder ähnlichen, aber ich war auf einem ganz normalen Anbieter, der auch so kleine, feste Sachen verkauft von Dextro unterwegs.

00:20:14: Das hat super funktioniert, ist auch finanziell tragbar gewesen für einen Hobbyläufer und war alles in Ordnung.

00:20:21: Und in dem ganzen Paket von Rot war ja auch noch ein Versorgungsverkehr von Ministry dabei.

00:20:27: Und damit hat man das einfach mal ausprobiert.

00:20:28: Es ist preislich natürlich eine ganz andere Hausnummer.

00:20:31: Und gleichzeitig, wenn man halt, ich sag mal, zehn, zwölf Stunden Sport die Woche macht, Ich habe mich nie im Training versorgt, bis ich beim Rotprojekt angefangen habe.

00:20:40: Und in eurem Training steht ja auch mal drin, wie viele Kohlhydrate soll ich zuführen, ob das vierzig, sechzig, achtzig Gramm sind.

00:20:45: Und der Witz war halt wirklich zu sehen.

00:20:48: Erstens, ich werde überhaupt nicht dicker, was ja positiv ist.

00:20:51: Und zweitens.

00:20:52: Ich bin einfach viel, viel leistungsfähiger.

00:20:54: Ich bin nicht mehr so müde.

00:20:56: Ich brauche danach nicht den Kühlschrank erstmal zu blündern, sondern, okay, ich schieb mir halt während eines ruhigen Dauerlaufs oder auch während eines ruhigen einstündigen Radausfahrts, nehme ich halt einen Gehl, vierzig Gramm Kohlenhydrate und alles danach ist besser.

00:21:10: Das zu lernen und sich dem auch wirklich zu öffnen, war ein großer Gamechanger, den man übrigens auch bei Freunden und Bekannten sehr, sehr gut weitervermarkten kann, weil das auch ein großes Problem bei denen ist.

00:21:21: Und von daher habe ich mich halt auch an die Vorgaben, was die Mengen betrifft, die wir sukzessive angefangen haben, zu probieren, gehalten.

00:21:28: Und wenn das funktioniert, ist es nur noch eine Frage des Willens.

00:21:34: Und ich konnte dich davon tatsächlich überzeugen, dass du einfach, dass wir die Wettkämpfe tatsächlich auch als lange Trainingseinheiten in dem ersten Halbjahr drin hatten.

00:21:40: Deswegen ist es, glaube ich, also es ist mir auch wichtig, das zu erzählen, nämlich die Geschichte mit diesen vielen Wettkämpfen, die in meinen Augen eigentlich einen Rückgrat deines Trainings bilden.

00:21:51: oder du hattest mich ja wirklich, also tatsächlich musstest du mal eine Skepsis davon überwinden, dass das eine gute Idee ist, so etwas zu machen.

00:21:58: Und auf der anderen Seite habe ich dich dann zu einem einfach anderen Muster im Training gezwungen, weil ich gesagt habe, hey, diese Rennen müssen halt eben auch regeneriert werden.

00:22:06: Und ich glaube, viele Menschen, und da hast du dir natürlich über die letzten Jahre sehr viel angeeignet, dass du einen Marathon nicht klassisch lange regenerieren musst, wie das vielleicht jemand anderes tun muss.

00:22:18: Ein Hunderter ist vielleicht das, was Ein Marathon für andere ist eher genau das, das braucht dann doch wirklich weder die zwei Wochen, bis man da wieder wirklich auf den Beinen ist und auch wieder vielleicht laufen will, oder?

00:22:30: Hast du das nach dem Hundert empfunden?

00:22:32: Also nach dem Hundert, da ist es halt wirklich die klassische Woche danach.

00:22:35: Ich komme aus einem kleinen Dorf, da wohnen zwar noch Leute.

00:22:40: Ja, das ist eine Sackgasse.

00:22:41: Und da gibt es halt fünf, sechs Leute, die man im Umkreis kennt, die irgendwelche Läufe veranstalten oder sowas.

00:22:46: Und da fährst du halt auch jedes Jahr klassisch hin.

00:22:47: Und nach dem Thüringen Ultra, nach dem Hunder, da ist auch immer in Weckersted ein schöner Wettkampowald auch hinfahren.

00:22:52: Es sind dreizehn Kilometer oder dreizehn Komma sieben Kilometer Crosslauf.

00:22:56: Es fängt von Kleinkindern am Anfang an und dann irgendwann ist man selber dran.

00:23:00: dann merkst du halt schon, dass nach sechs Kilometern der Ofen einfach aus ist und die Muskelnatur sagt, das ist nicht, was du hier versuchst, aber an dem Berg werden wir jetzt langsamer werden.

00:23:07: Das ist auch bei mir so vollkommen klar.

00:23:09: Aber was halt wirklich auch sehr erstaunlich ist, wir haben ja auch keinen bis auf die Hauptwettkämpfe getaubert oder ähnliches, sondern wir haben es im Training einfach mitlaufen lassen.

00:23:18: Und wenn man seit Jahren schon immer wieder an ähnlichen oder gleichen Wettkämpfen teilnimmt und dann sieht, dass man, ohne dass man tabert, doch schon Mindestens genauso leistungsfähig ist wie, wo man sich vorher getaubert hat.

00:23:30: Das ist halt auch ein großer Gamechanger zu sehen.

00:23:32: Okay, wenn du dich jetzt mal auf etwas fokussieren würdest, dann kommst du vielleicht auch weiter.

00:23:37: Gleichwohl bin ich auch ein Mensch, der Wettkämpfe braucht, um sich mit Leuten einfach zu messen, die Menschen zu sehen und zu treffen, also nur alleine zu trainieren für einen Wettkampf im Jahr.

00:23:46: Das wäre nichts für mich.

00:23:49: Gut.

00:23:50: Und dann würde ich gerne den Schwenk jetzt mal in den Sommer machen.

00:23:52: Wie hast du die Vorbereitung für den Spatathlon empfunden?

00:23:56: Ich hätte super Bock drauf.

00:23:57: Ich habe natürlich auch beruflich die Termine so gelegt, dass das dann auch funktionieren kann, weil ich auch als Außendienstmitarbeiter hier und da noch mal wochenweise weg bin.

00:24:06: Das hat halt super funktioniert.

00:24:08: Die Familie hat natürlich auch mitgemacht, das darf man auch nicht vergessen.

00:24:12: Das Klima hat auch mitgemacht, das ist aber auch top.

00:24:14: Von daher waren das einfach Voraussetzungen, die einfach gepasst haben.

00:24:18: Und wenn man dann natürlich fundierte Scope bekommt, so jetzt machen wir mal ein bisschen mehr, dann bockt das einfach.

00:24:24: Und die Vorbereitung war einfach so gut, dass ich es auch verkraftet habe.

00:24:28: Also ich habe nicht irgendwie angefangen, dass ich Verletzungen hatte oder ähnliches.

00:24:33: Und das war einfach das, was dann einfach zu den Spannungsbogen sehr, sehr schön aufbaut.

00:24:38: Und dann fing es aber eher, ich würde jetzt mal so sagen, im Anfang September an, dass man dann schon anfängt, diese Angst zu bekommen.

00:24:44: Ich darf auf keinen Fall krank werden.

00:24:45: Das darf nicht passieren und auch dieses Vermeiden von Menschenmengen will ich jetzt nicht so direkt sagen, aber dass man doch eher mal privat sagt, ich gehe nicht zu dem Geburtstag oder ähnlich, da muss man sich auch so ein bisschen zetteln, weil letztlich ich bin Hobby-Sportler und das Leben ist einfach zu kurz, um auf alles zu verzichten.

00:25:02: Das war so ein bisschen auch eine neue Erkenntnis für mich, dass man da vielleicht draus nimmt.

00:25:07: Nichtsdestotrotz, es hat halt einfach alles funktioniert.

00:25:10: Kannst du sagen, welche Einheiten dir vielleicht in dem Bild habt?

00:25:14: besonders gut getan, weil ich glaube, es gibt keine Blaupause, um sich auf sowas vorzubereiten.

00:25:19: Und ich habe auch einfach mal versucht und würde mich jetzt also tatsächlich haben wir das auch so nicht vorne weg besprochen, sondern welche Einheiten haben dir vielleicht auch Sicherheit gegeben?

00:25:31: Welche hast du gedacht?

00:25:32: Was hat sich der Philipp jetzt dabei gedacht oder?

00:25:37: Wohin marschierte das Ganze?

00:25:38: Das ist ja auch eine Reise zu dir selbst, so eine Aktion zu machen.

00:25:41: Ja, absolut.

00:25:42: Und auf der einen Seite bin ich halt mega dankbar, dass ich mich nicht hinsetzen muss.

00:25:44: Du musst mir einen Plan schreiben, sondern es macht halt jemand für mich.

00:25:48: Ich muss das umsetzen, was dann da steht oder darf das umsetzen.

00:25:54: Wenn ich da so an die Tausende an da war, da habe ich gedacht, ich habe einfach keine Lust mehr, acht mal tausend Meter zu laufen, weil da kommen irgendwie dann zwanzig Kilometer in die Summe raus und es ist halt anstrengend, unangenehm.

00:26:05: Philipp Soclever hat aus acht mal tausend Meter acht mal vier Minuten gemacht, wie ich gemerkt habe, dass das viel länger dauert als die tausend Meter, die du vorher gelaufen bist.

00:26:13: Das ist halt auch so.

00:26:14: was, aber was mich wirklich auch für den Wettkampf in Griechenland sehr, sehr gut vorbereitet hat, ist und bleibt diese Laufbandeinheiten mit dem Berg auflaufen.

00:26:24: von zwanzig bis fünftig Minuten einfach stoisch bei einer GA-Einstempo mit sechs Prozent Steigung zu marschieren.

00:26:32: Das ist das, was mich richtig vorwärts gebracht hat und was ich auch heute noch von meiner Frau, wenn wir spazieren gehen, zum Beispiel, wenn sie sagt, jetzt gehst du mit einmal schneller als ich sonst, weil das nicht ganz so mein Steckenpferd war.

00:26:42: Das ist wirklich was, was mich weit nach vorne gebracht hat.

00:26:44: Also es war ein Kenntnis, das war nicht GA.

00:26:46: Das war, nee, nee, nee, sondern tatsächlich waren das so... Doppelpack Tage, an denen wir mit zwei Einheiten gearbeitet haben.

00:26:53: Beim Laufen ist es dankenswerterweise auch nicht so ewig lange.

00:26:57: Aber häufig haben wir dann eine Morgeneinheit und dann hast du zu Hause ein Laufband und haben abends eine Berganeinheit gemacht, die dann eher in knapp unterhalb der Schwelle.

00:27:08: von der Leistungsfähigkeit war und die haben wir tatsächlich relativ weit ausgebaut.

00:27:13: Ich glaube dann in der Spitze waren wir bei einer Eins-Fürzig-Morgens und dann abends diese fünfzig Minuten glaube ich war.

00:27:19: Das ist dann eben auch schon einen Tag der sitzt und wenn man das innerhalb eines Dreierblocks zum Beispiel hat, wo der Sonntag eben keine Entlastung ist, sondern wo es dann weitergeht, halte ich das für äußerst anspruchsvoll metabolisch so etwas dann wirklich rumzubringen, weil du wirklich die Energie auch rausbringen musst, was ich gerne noch mit anbringen.

00:27:36: Wir haben auch darüber diskutiert in der Vorbereitung, wie weit wir zum Beispiel einen durch die Nachtlaufen trainieren und wie weit wir solche Extremen reingehen und wir haben uns da entschieden, auch unter der Prämisse, dass man an einem Tag das halt völlig überziehen kann.

00:27:50: Aber die Frage von unserer Seite war, muss man das trainieren, um beispielsweise durch eine Nacht zu kommen?

00:27:56: Und wir haben uns vor dem Hintergrund, dass das zusätzlich Stress ist und wenn man normal arbeitet, dass das den Rhythmus so durcheinander schütteln kann, dass wir diesen Stress vermieden haben.

00:28:04: Das heißt, wir haben im Prinzip zu ganz normalen Tageszeiten trainiert, haben auch nicht so was gemacht, wie zum Beispiel mal um drei Uhr aufstehen und dann Läufe mit einsetzen, sondern tatsächlich nur zu normalen Tageszeiten ein solches Trainingsprogramm angeschoben, um dann zu sagen, ja, wenn man sich einmal richtig wegleuchtet, dann kann das wirklich auch funktionieren und mit der Prämisse da so gesund wie möglich hinzukommen.

00:28:31: Da bin ich wirklich stolz darauf, dass du dich darauf eingelassen hast und dass wir den Weg so gemeinsam gehen konnten.

00:28:36: Und der Spartathlon war während der Zeit, während Laura nicht schon bereits auf Verweibern, wir hatten da noch mal telefoniert und ich hatte während der Zeit, während du gelaufen bist, der Tracker vom Spartathlon ist...

00:28:47: Verbesserungsführlich.

00:28:48: Genau.

00:28:50: Und ich hatte mein Handy halt in der Tasche und wusste halt, dass du gerade am Laufen bist.

00:28:53: Und es hat aber auch eine Weile gedauert, bis sich manchmal wieder Zeiten irgendwie aktualisiert haben.

00:28:58: Kannst du uns einfach mal mit auf die Reise nehmen, was du da erlebt hast vom Start bis zum Ziel?

00:29:05: Was ist das Bedarf?

00:29:06: Ja, das würde...

00:29:07: Ja, sehr gerne.

00:29:09: Vom Prinzip ist das etwas, was das größte Learning vom ersten Versuch war.

00:29:13: Es ist kein Rennen.

00:29:14: Für mich ist... ist Wettkampf laufen, du musst rennen und nicht wandern, gehen oder ähnliches.

00:29:21: Und das natürlich absolut absurd zu denken, man kann zwar nur an forty-six Kilometer mit drei tausend Höhenmetern einfach durchrennen.

00:29:26: Das war beim ersten Mal mein größter Fehler, weil es mich selber zu sehr belastet hat, dass ich jetzt gehen musste.

00:29:33: Im zweiten Anlauf jetzt haben wir uns schon mal mit meiner Frau und auch noch einen bekannten Pärchen was mit war als Supporter, weil ohne die geht gar nichts.

00:29:40: Haben wir uns schon mal darauf eingelassen, dass das im Endeffekt ein Roadtrip ist.

00:29:43: thirty-six Stunden Zeit statt des Freitag sieben Uhr am Morgen direkt an der Akropolis.

00:29:50: Da wird man dann schön mit dem Bus hingefahren und dann geht es halt los.

00:29:54: Das ist die erste Frage, wo ist eine Toilette?

00:29:56: Da hatten wir dies Jahr, ein Vereinskollege war auch noch mit, sehr viel Glück und haben uns aber auch schon darauf geeinigt, dass die Versorgungspunkte, also man muss vielleicht dazu sagen, es gibt seventy-fünf Verpflegungspunkte, die sind immer so dreieinhalb Kilometer entfernt.

00:30:09: Und man darf ungefähr an zwölf oder dreizehn Punkte, darf man eigene Vorpflegungen ähnliches an Großpaketen abgeben.

00:30:16: Und da kann man sich dann sein Gehe, sein Getränk, seine Jacke, seine G-Stücke wie auch immer ablegen.

00:30:21: Aber die Supporter selber, die dürfen nur an ganz spezielle Punkte kommen.

00:30:26: Einfach damit das, weil ja nichts gesperrt ist und es offizielle Straßen sind, damit es frei bleibt.

00:30:30: und der erste Punkt, wo man quasi seine Supporter sehen darf, ist Kilometer dreiundvierzig.

00:30:35: Und man läuft ja die ersten zwanzig Kilometer aus Athen raus.

00:30:39: im Berufsverkehr, ohne Straßensperrung und sporadischen Markierungen.

00:30:44: Und dann geht es halt einfach los.

00:30:45: Es ist noch recht frisch gewesen, war schönes trockenes Wetter.

00:30:49: Allerdings Gegenwind für die ersten achtzig Kilometer.

00:30:51: Und dann sind wir halt einfach losgelaufen.

00:30:55: Bei Kilometer vierzig habe ich dann meine Frau, meine zwei Supporter gesehen.

00:30:59: Dann ist bei mir immer sehr wichtig, dass die neuereigischen Stellen mit Schäfen geht jetzt eingegrieben werden, dass man sich halt nicht wundläuft.

00:31:07: Dann kriegt man natürlich auch mal ein Christian-Passeien aufarbeitet und ähnliches.

00:31:10: Und trotzdem muss man sich ja beeilen, weil die Uhr tickt halt weiter.

00:31:14: Sechsunddreißig Stunden sind anderthalb Tage, es ist nicht lange hin.

00:31:18: Und so hoppt man dann vom Prinzip vom Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt.

00:31:22: Aber eigentlich sucht man die großen Verpflegungspunkte, wo man die Partner und die Versorger wieder trifft.

00:31:27: Genau.

00:31:28: Und was passiert zwischen den Verpflegungspunkten bei dir?

00:31:31: Körperlich und geistig?

00:31:33: Ja, also vielleicht eine kleine Enykdote vor meinem ersten Hundert Kilometer Lauf hat meine Frau ganz bedroppelt gefragt, wie sieht's aus?

00:31:40: Magst du mich eigentlich noch, wenn der Lauf vorbei ist, weil du hast ja zehn Stunden Zeit, dich mit deinem Fahrradbegleiter zu unterhalten?

00:31:47: Und ja, natürlich mag ich sie noch.

00:31:50: Es ist ganz einfach so, dass man über Gott und die Welt nachdenkt, die ersten vierzig Kilometer, aber auch noch so, dass man mit verschiedensten Nationalitäten zusammenläuft.

00:31:59: Danach bist du alleine.

00:32:01: Also ich bin wirklich ab Kilometer fünfe und vierzig, fünfzig alleine gelaufen und dann kann man drüber schimpfen, dass der Gegenwind da ist.

00:32:08: Dann kann man drüber schimpfen, dass der LKW-Zünder in einem vorbeigelaufen ist oder man erfreut sich einfach, dass direkt zwanzig Zentimeter neben einem Strand ist, wo man ins Wasser könnte.

00:32:17: So läuft es einfach immer wieder hin und her und jeder hat da vielleicht irgendeinen Mantra oder ähnliches.

00:32:22: Ich persönlich habe das nicht.

00:32:24: Ich glaube eher, dass was die anderen sich als Mantra sagen, dann habe ich wieder drei Minuten darüber Zeit.

00:32:29: mich mit dem zu beschäftigen und ansonsten galt es einfach wirklich ganz stupide Verpflegungspunkt für Verpflegungspunkt abzuarbeiten.

00:32:36: Dabei die Markierung halt nicht vergessen, weil man muss auch dazu sagen, es gibt an jedem Verpflegungspunkt einen Cutoffzeit und wenn du die um eine Sekunde reißt, bist du raus.

00:32:46: Und die sind am Anfang recht stringent.

00:32:48: Das heißt, man muss so grob zehn und ein halb Kmah laufen.

00:32:52: Und das ist unter sechs Minuten.

00:32:53: Das ist schon für die ersten achtzig Kilometer eine Hausnummer.

00:32:56: Danach wird es bedeutend einfacher.

00:32:58: Und so gilt es halt, oder galt es halt erst mal bis nach Corinne zu kommen, über den Kanal zu laufen und dann halt am Verpflegungspunkt zweiundachtzig, dreiundachtzig, ja, das zweite Rennen zu starten.

00:33:12: Das zweite, also das zweite Rennen vom Prinzip war dann der Lauf in die Nacht.

00:33:17: Das war irgendwie so vierzig Kilometer Strecke, die ich vom ersten Rennen nicht mehr kannte.

00:33:22: Die waren wie weg.

00:33:24: Und das hat mich irgendwie geärgert und gleichzeitig verdutzt, weil man nicht mehr wusste, warum bin ich hier.

00:33:28: Hier war ich doch eigentlich schon mal, aber irgendwie kenne ich es nicht.

00:33:31: Letztlich war es dann aber auch so, dass das auch vorbei ging.

00:33:34: Dann kommt bei Kilometer hundertsechzig, hundertsebzig der Sankerspass, also ein großer Gipfel, den man über so Serpentin auf getehrten Straßen erst mal mitten in der Nacht anläuft.

00:33:47: Da wurde es auch schon kühler.

00:33:49: Und dann gilt es halt.

00:33:51: zu eins, fünf, eins, sechs Kilometer, wirklich fast wie Bergsteigen nach oben zu stopfen.

00:33:57: Das habe ich ganz stumpf gemacht.

00:33:58: Dann kommt oben der höchste Punkt, das ist auch ein Verpflegungspunkt.

00:34:01: Und dort ist es halt immer die Frage, kann man sich in das Zelt hineinsetzen, da gibt es auch lecker Suppe und so weiter und Kaffee.

00:34:06: Oder ist es halt zu wenig und zu kalt und man will gleich weiter.

00:34:10: Dort habe ich, das war ein absolutes Erlebnis, einen Kaffee bekommen, wollte aufstellen, indem man, wenn er hat angefangen zu regnen und hat auch nie wieder aufgehört.

00:34:19: Ja, und dann regnet es halt und man läuft weiter.

00:34:21: Das heißt, das erste Rennen war Gegenwind, das zweite Rennen war keine Ahnung.

00:34:25: Ich kenne die Strecke nicht, dann kam die Nacht und dann kam halt bis ins Zielregen.

00:34:29: Wie viele Kilometer Regen waren das?

00:34:30: Ehm,

00:34:32: achtzig.

00:34:34: Das sind ja so die Distanzen, also das Längste, was ich jemals gelaufen bin, sind zweiundvierzig Kilometer.

00:34:42: Ich glaube dir nicht so ganz, dass da gar nichts passiert und du sagst es so ganz locker.

00:34:48: Das finde ich wirklich beeindruckend.

00:34:50: Und wenn wir uns unterhalten, ist da auch immer so eine Faszination dabei.

00:34:55: Erst hast du gesagt, mach ich auf gar keinen Fall wieder.

00:34:57: Heute weiß ich, dass es schon wieder neue Pläne in deinem Kopf gibt.

00:35:04: Nimm uns auch da auch noch mal weiter mit und erklär mal, was da von den Reiz ausmacht.

00:35:13: dem würde ich gerne noch ein bisschen besser auf die Schliche kommen.

00:35:15: Ja,

00:35:15: der Reiz ist halt wirklich schwierig, das anderen zu erklären, weil man ist jetzt gefühlt wirklich sehr lange alleine.

00:35:21: Beschäftigt sich aber auch mit sich selber.

00:35:23: Viele Menschen können das gar nicht mehr in der Welt von heute.

00:35:26: Und gleichzeitig ist es halt auch noch ein Erlebnis, was wir ja als Gruppe zu viert gemacht haben.

00:35:33: Mein Vereinskamerad, der auch mitgelaufen ist, der auch glücklich ins Ziel gekommen ist, der hat auch nochmal drei Supporter dabei, das heißt, wir waren in Summe acht Leute.

00:35:40: Und die nehmen sich Urlaub, die investieren auch Geld.

00:35:44: Und denen möchte man natürlich auch was zurückzahlen und will einfach ins Ziel kommen und nicht wegen, ich habe jetzt eine Blase rechts oder keine Lust mehr links, sagen, ich höre auf.

00:35:52: Das ist schon mal etwas, was im Hinterkopf auf jeden Fall mitschwebt.

00:35:55: Das ist auch sehr wichtig, um eben das ein oder andere zum Gehen.

00:35:59: Und wenn man sich dann einfach darauf einlässt, dass man erstens selber daran schuld ist, dass man sich angemeldet hat und zweitens, dass man auch eine riesengroße Chance hat, sich selber und auch anderen wieder zu zeigen, was man leisten kann.

00:36:11: Dann ist das einfach eine Sache, die ich super finde.

00:36:15: Und das hilft einem wirklich wieder von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt zu kommen.

00:36:19: Und das wird halt auch.

00:36:21: irgendwann sind es nur noch zwanzig, dann sind es nur noch fünfzehn Verpflegungspunkte.

00:36:24: Die Kilometer, die hatten wir gar nicht auf der Uhr.

00:36:27: Also die haben wir gar nicht angeschaut, sondern immer nur, ich habe wirklich nur geschaut, A, auf dem Schild steht, der nächste VB kommt in zweieinhalb Kilometer.

00:36:34: Und die arbeitet man ab.

00:36:36: Und nicht, oh Scheiße, noch zwei Marathons.

00:36:39: Das wäre nicht möglich.

00:36:43: Und wie wurde es dann mit der Zeit?

00:36:44: Also ich meine, das gab unter sechster Tempo.

00:36:46: Es ist schon ordentlich.

00:36:47: Gerade dann, wenn du halt noch ein Gegenwind drin hast und so weiter, da muss man auch mit der Energie tatsächlich haushalten.

00:36:53: Dass das passt.

00:36:56: Wie wird das hinten raus?

00:36:57: Wie funktioniert das dann weiter?

00:36:59: Dann darfst du langsamer werden?

00:37:01: Genau.

00:37:01: Also es gibt halt für jeden Abschnitt eine eigene Paste, die du laufen musst, kann man an Tabellen alles nachlesen.

00:37:07: Aber es ist halt statistisch erstmal so, dass du grob mit einem Sechserschnitt bis zu Kilometer Achtzig kommen musst.

00:37:12: Und danach wird es eher Richtung zehn Minuten pro Kilometer.

00:37:16: Also das ist nicht wandern, aber irgendwie halt schon.

00:37:19: Und ich hatte auch bei dem Lauf so zwei, drei Erlebnisse mit anderen Läufern.

00:37:24: oder halt mit mir selber, wo man sich fragt, ja, so verrückt ist die Welt.

00:37:26: Und zwar war ich am Vorabend in einem Hotelzimmer mit einem Läufer aus Deutschland, der das auch schon, sechzehn und siebzehn Mal gemacht hat.

00:37:36: Und der hat mich irgendwann bei Kilometer Hundertzehn oder so überholt, gehend, also es ging bergauf und er ist einfach an mir vorbeigeschnackt und sagte zu mir, Riko, es ist gar kein Problem mehr.

00:37:46: Wenn ich jetzt durch gehe, komme ich ins Ziel.

00:37:50: Und ich habe mich total gewundert und gefragt, hallo.

00:37:53: Wieso willst du jetzt gehen?

00:37:54: Das macht doch gar keinen Sinn.

00:37:55: Und hab dann selber gerechnet und gesehen, absolut, du brauchst nur noch fünf Kilometer pro Stunde schaffen, dann schaffst du es in sechsunddreißig Stunden nach Sparta.

00:38:04: Das war eine Erkenntnis, die extrem viel Last weggenommen hat.

00:38:07: Weil ich wusste, okay, du kannst jetzt rumweilen, dir kann alles wehtun und egal, ob du das Gel vielleicht nicht verträgst, du muskulär Probleme bekommst, du wirst es schaffen, wenn du es willst.

00:38:16: Und dann gibt's nur noch die Frage, soll der Schmerz oder soll die Belastung vielleicht früher aufhören?

00:38:21: Weil das muss ich auch sagen, ich hatte ja immer einfach keinen Bock mehr bei mich zu bewegen.

00:38:25: Ich habe wirklich fast zehn Stunden lang so ein Regenkäb getragen und ich habe lange Haare, ich habe ein Dutz und musste immer so eine Art Stürmband tragen, dass der Dutz hält.

00:38:34: Und ab dann quasi die Kapuze unter dieses Stürmband gelegt, sodass an den Ohren es hat nur geraschelt.

00:38:40: Und ich wollte einfach irgendwann mal Ruhe haben.

00:38:42: Und das war halt auch so was.

00:38:43: So kannst du jetzt wieder rumärmen oder renne halt noch ein Stückchen.

00:38:46: Das passt schon.

00:38:48: Und ich muss dazu sagen, die Versorgung hat prima geklappt.

00:38:51: Ich habe die Geldverministerie perfekt vertragen, konnte einfach das wirklich alle drei Verpflegungspunkte mindestens eingehen.

00:38:59: Ansonsten hatte ich immer noch einen Notfall dabei und konnte halt auch wirklich alles, was gerade war und Bergabgehen rennen.

00:39:06: Und was Bergauf ging, bin ich halt so ab Kilometer hundert, hundertzwanzig gegangen, aber auch ganz stumpf.

00:39:12: Also egal, wie stark die Steigung war, dass man das einfach geht.

00:39:15: Und das hat mir wahrscheinlich geholfen.

00:39:18: die Energie so zu aushalten, dass du einfach bis ins Ziel kommst.

00:39:21: Und mehr ist es irgendwie am Ende nicht.

00:39:25: Und wie fühlt sich das an, ins Ziel zu kommen?

00:39:27: Ja, ich heule eh immer.

00:39:28: Von daher ist das eine eigene Geschichte.

00:39:32: Und man muss auch dazu sagen.

00:39:34: Naja, also ich finde es, also in die Emotion zuzulassen, dass das mit dir was macht, das kann man.

00:39:41: Man kann vor Erschöpfung weinen, man kann vor Freude weinen, man kann ja.

00:39:47: sich bewegen lassen.

00:39:48: Ich glaube, das ist auch etwas.

00:39:50: Also, ich heule eh immer, klingt dann recht lachs, aber...

00:39:54: Ich heule eh immer, wollte ich damit sagen, weil es mich halt auch wirklich emotional berührt.

00:39:57: Und zwar nicht nur für mich, auch jetzt schon wieder, sondern auch für die anderen, die halt mit dabei sind, die sich auch die ganze Nacht um die Ohren geschlagen haben.

00:40:04: Und das ist halt schon, ja, eine emotionale Sache und ein emotionales Gefühl, weil du bist halt ein Team.

00:40:11: Und man muss dazusagen, beim Sparta-Ton ist es so, die meisten Leute kommen so zwischen stunden und dreißig und sechsten dreißig ins ziel und der zieleinlauf ist halt so eine gerade von hundert fünfzig zweihundert metern in sparta.

00:40:24: man muss zweimal rechts abbiegen und dann geht es auf die statur von leoni das zu und da liegt dann vorher eine kurze mathe.

00:40:32: aber das ziel ist halt erst wenn man den fuß berührt hat und ob man den küsst oder eine streichelt ist vollkommen wurscht.

00:40:38: Aber man kniet halt am Ende wirklich an der Statue, berührt den Leonidas und dann ist wirklich alles vorbei.

00:40:44: Da bekommt man einen schönen Kelt aus Porzellanen mit einem Schluck Wasser, einen T-Shirt, einen Lorbergrands und auch einen schönen Pokal und darf auch Fotos machen.

00:40:53: Und für diejenigen, die halt wirklich recht spät ins Ziel kommen, ist das fast eine Massenerpfertigung.

00:40:58: Ist ein bisschen unangenehm.

00:41:00: Ich hatte halt das Privileg, früher anzukommen und hatte so ... vier, fünf Kilometer vor dem Ziel, noch einen Läufer um mich rundherum und wollte das nicht.

00:41:10: Ich wollte alleine ins Ziel kommen, damit ich einfach, das klingt jetzt blöd, aber das Foto alleine habe und habe dann halt auch wirklich die Kraft gehabt, problemlos einfach nochmal einen kleinen Ticken zu beschleunigen, um einfach mir dieses Gap zu erarbeiten.

00:41:23: Und als ich dann in Sparta angekommen bin, ich war ja schon mal dort und um die Kurve gebogen bin, das waren halt zwei Hundert Meter Nurheulen und sich irgendwie versuchen mit Brille und Kappy so zu ordnen, dass man vielleicht nicht ganz so extrem ausschaut, wenn man vorne ankommt.

00:41:39: Ja, das Problem war, dass meine Frau nicht das Problem, sondern die, die akkreditiert sind und als Reporter zugelassen sind, die dürfen auch mit hoch zu dieser Statue.

00:41:49: Und das ist natürlich Wahnsinn, wenn die eine Begleiterin von mir mich da zwar noch mehr darin begleitet und du schon weißt, ich weiß nicht, dann kommen dann noch viele kleine Kinder, die dann mit dir ins Ziel laufen.

00:41:59: Ist auch sehr, sehr schön, was dann halt zulässig war.

00:42:03: Das regnet übrigens immer noch.

00:42:05: Und gleichzeitig kommt man dann auf die Treppe, geht da hoch und macht noch einen Läufer vor mir, der gerade quasi in den letzten Zügen war, seines eigenen Finish.

00:42:13: Und dann höre ich nur dieses Geschrei von meiner Frau, was typisch ist und sie mich sehr oft supportert.

00:42:17: Aber ich habe sie nicht gesehen.

00:42:19: Das heißt, ich habe die Figur angesehen, habe das Geräusch gesehen.

00:42:22: Ich wusste aber nicht, wo sie ist, ich konnte es nicht verorten.

00:42:24: Weil ich nicht damit gerechnet habe, dass die oben auf dieses Podest mir durften.

00:42:28: Und als ich sie dann gesehen habe, da brechen natürlich dann alle Wände.

00:42:30: Und das ist einfach schön, wenn man das zusammen als Team oder als Ehepaar auch erleben darf.

00:42:36: Ja, mega cool, weil ich glaube so, wie du davon berichtet hast von dem Erlebnis und ich glaube, dass das eine Dimension von Sport ist, die lebenswert ist.

00:42:45: Und du hast mir da ein Stück weit auch in einen Raum gezeigt, wo ich gesetzt habe.

00:42:51: vielleicht brauche ich es gar nicht so extrem.

00:42:53: Und wenn du mir jetzt so begegnest im Alltag, würde ich dir das gar nicht so diesen extremen so abnehmen.

00:43:02: Und auf der anderen Seite hast du mir gezeigt, was da möglich ist und in welche Räume man treten kann für sich, mit aber doch einer relativ weltlichen Vorbereitung und wo man geistige Grenzen und für sich sprengen kann.

00:43:17: Und das finde ich so unglaublich inspirierend daran.

00:43:20: Und wenn jetzt, wenn du hast es eigentlich so schön gesagt, wenn in Rot sind, tretausend fünfhundert Menschen am Start, da sind noch vierhundert Menschen am Start, wieviel sind da ins Ziel gekommen?

00:43:29: Exakt,

00:43:29: zweihundert sechsundvierzig, das war irgendwie witzig.

00:43:33: Ja, aber das ist natürlich auch eine, also da steigen dann ein hundertfünfzig Menschen aus und die sind ja schon schon mal vorelektiert, die dort an Start gehen.

00:43:40: Also die haben dann schon mal zu einem türigen hundert Meilenlauf.

00:43:43: hinter sich gebracht beispielsweise, um da hinzukommen.

00:43:46: Also das heißt, da ist niemand am Start, der wirklich grün hinter den Ohren ist, was Ultradistanz angeht.

00:43:52: Und also wirklich Schapo, dass du das Ding da so durchgezogen hast und danke, dass du dich uns da anvertraut hast.

00:44:01: Und was also tatsächlich... Was mir nochmal die Augen öffnen, ja, wir haben eine Lauftechnik, wir haben eine Athletik, wir haben das Ganze vorbereitet, aber es ist uns nicht gelungen, das im Training vorweg zu nehmen.

00:44:14: Und andererseits glaube ich auch, dass du die mentale Kapazität hattest, da so tief zu gehen an manchen Stellen und eben weiter zu gehen, weil das ist etwas, wo du dir ja selbst wahrhaftig begegnen musst.

00:44:26: Ich kann mir da so was nur vorstellen.

00:44:29: Für mich sind solche Situationen in meinem Sporttreib vielleicht bergsteigen, wo man auch viel mit seinem Selbstgespräch, aber das ist ja maximal, da stehe ich vielleicht mal früh auf, aber ich will ja mittags wieder unten sein und vor allen Dingen den Sachen aus dem Weg gehen.

00:44:42: Aber sich zum Beispiel durch so eine Nacht durch zu bewegen, hat schon eine Form von Extrem, die so noch nicht kannte, mit einem Athleten zusammen, die ich total faszinierend finde.

00:44:55: Und ich finde deine Reise zu solchen Sachen, ja.

00:44:59: Spannend, weil du es unglaublich positiv beschreibst.

00:45:05: Man ist zwar alleine auf der Strecke auch und ich meine in Griechenland laufen auch ein paar Hunde frei rum, auch so eine Geschichte, die man dann mit sich einfach verarbeiten muss, wo man aber auch darauf vorbereitet sein kann.

00:45:15: Wie bereitet man sich darauf vor?

00:45:17: In dem man es erstmal schon mal weiß.

00:45:19: und zweitens halt auch einfach so ein Tier so behandelt, wie es ist.

00:45:21: Geh ihm nicht böse an, dann tut es dir halt auch nichts.

00:45:23: Es ist halt nur, wenn du irgendwann diese Tapsen auf der Straße hörst und dich umdrehst und siehst zwei Augen, okay, da bringt halt wegrennen nichts, weil er wird noch schneller sein als du.

00:45:32: Aber wenn du dem Tier nichts suchst, passiert auch nichts.

00:45:34: Also es ist auch beim ersten Mal oder auch beim zweiten Mal, jetzt gab es da keine Probleme oder ähnliches.

00:45:39: Das ist halt einfach... Lass dich drauf ein und ich glaube auch, dass das Bergsteigen bei dir, wo du vielleicht fünf, sechs Stunden unterwegs bist oder jetzt wie in dem Fall ein und dreißig Stunden lang laufen.

00:45:49: Das ist von der von der Abfolge der Phasen, die du durchlebst.

00:45:53: Wird das das Gleiche sein?

00:45:54: Die Phasen sind vielleicht bei bei längeren Einheiten oder längeren Läufen, sportlichem Anschalten nur gedehnter.

00:46:00: Und die Frage ist, was machst du mit der Zeit?

00:46:01: Wird ihr da drin langweilig oder ist es halt einfach zu belastend für dich und du kannst es nicht mehr aushalten?

00:46:06: Denke ich.

00:46:06: Also so würde ich zumindest versuchen, immer zu erklären.

00:46:10: Mein Eindruck ist, dass auch irgendwie eine innere Ruhe entstehen muss, dass man das zum Beispiel schafft, dass das wie so eine Meditation ist, sich auf sowas einzulassen.

00:46:18: Und was mir zum Beispiel total einleuchtend war, dass du eben auch alleine unterwegs warst und jetzt nimm das Beispiel Rot, da wird es vielleicht am Kanal mal ruhig, aber wirklich ruhig wird es daher niemals, also büchenbach vielleicht, je nachdem in welchem Geschwindigkeitsbereich, aber du hast niemals diese Ruhe oder diese Abgeschiedenheit mit dir.

00:46:36: Und ich glaube auch, dass ja auch wenn du in der extremen Ermüdung kommen kannst, dieses Thema über eine Nacht zu gehen, ist nochmal eine neue Willensprüfung.

00:46:47: Gut, ich hatte das ja schon ein paar Mal.

00:46:48: Ich habe schon vierundzwanzig Stundenläufe gemacht oder halt auch ein hundert Mal in den Lauf.

00:46:51: Der fängt auch abends um neun, um einzwanzig Uhr an und man läuft quasi in die Nacht rein.

00:46:55: Von daher ist das schon bewusst ein Tag.

00:46:58: Ohne schlafen, das hat man in den jungen Jahren viel öfter geschafft, als man das heute schafft.

00:47:01: Natürlich ist man da vielleicht nicht so weit gerannt.

00:47:04: Das geht auch alles.

00:47:05: Man hat halt auch seine Erlebnisse mit den Läufern, die du halt immer mal wieder überholst.

00:47:09: Und auch diese Erfahrungen sind ja einfach unglaublich dankbar.

00:47:13: Also kurz vor dem Ziel, da waren vielleicht noch zwanzig Kilometer zu laufen.

00:47:17: mich so ein junger Belgier überholt, der dann einfach, wir haben so ein schönes Video, da hat mich mein Begleiter gefilmt, wie ich einfach nur über die Straße laufe und der ist extra rausgelaufen aus dem Bild, damit ich alleine auf dem Video bin.

00:47:28: Also dass der das noch gecheckt hat, ist das schon mal cool.

00:47:31: Und mit den Leuten sprichst du dann halt auch und das ist halt dieses Ultralaufen im Paar gleich zu, ich sag mal so zehn Kilometer Dorfläufe oder so Stadtläufe.

00:47:39: Da wird er einfach aufeinander geachtet.

00:47:40: Da gibt man lieber sein letztes Hemd, sein letztes Salz-Tablette und was weiß ich, demjenigen, der es gerade nötig hat.

00:47:46: Und zehn Kilometer später liegt man selber in der Ecke.

00:47:48: Das ist dann halt Pech.

00:47:49: Da kommt auch derjenige, dem du es gegeben hast vorbei und sagst, es tut mir leid, aber ich hab ja nichts.

00:47:54: Das ist halt so.

00:47:54: Aber das macht halt auch Spaß.

00:47:56: Ja mega.

00:47:57: Weil

00:47:57: du halt ne Klicke bist oder das ist halt ein ganz anderes Feeling, als vielleicht auch bei nem Triathlon, wo es eher darum geht.

00:48:05: Ich will nicht sagen zu pausen, aber es ist einfach eine andere Welt.

00:48:08: Und das macht einfach Bock.

00:48:10: Und wenn man da, glaube ich, einmal gefangen ist, dann läufst du halt deinen Hunder da und den lauf ich auch alleine.

00:48:15: Also ich laufe auch jeden hundert Kilometer lauf in dem Leistungsniveau, wie ich bin und toi, toi, toi, noch kann ich das Podest hier und da mal mit agieren.

00:48:24: Da bist du halt auch einfach alleine.

00:48:25: Und ob dann der zweite zehn Minuten vor dir ist oder zwei Minuten oder drei Stunden, das ist im Ende relevant, weil du kannst innen und das machen, was du selber kannst.

00:48:33: Und das ist, glaube ich, das, was sehr wichtig ist, sich auch in der Zeit von heute auf das zu satteln, sich darauf zu konzentrieren und nicht alle drei Minuten sich umzudrehen, ob jemand von hinten kommen könnte oder ob ich jetzt die Pays wirklich halten muss oder das Gehl noch nehmen muss.

00:48:46: Bleib in dem Großen und Ganzen.

00:48:48: Wenn man das kann, gewinnt man einfach für sich und natürlich auch im Wettkampf bestenfalls.

00:48:54: Mega schön gesagt.

00:48:58: Was kommt dann?

00:49:01: Also die Frage, das war lustig, du hast mich angerufen.

00:49:03: Ich finde, ich mach das nie wieder.

00:49:04: Ich hab das jetzt geschafft.

00:49:06: Haken dran.

00:49:06: Braucht keiner.

00:49:07: Braucht keiner.

00:49:08: Und das hab ich einfach schon sehr oft erlebt.

00:49:10: Und dann haben wir uns tatsächlich, ich muss ja von hier weiter irgendwann wieder kommen und dann haben wir uns natürlich zur Nachbesprechung verhabert und so weiter.

00:49:18: Jetzt sah das bei der Nachbesprechung schon durchaus anders aus.

00:49:22: Und als ich dann nochmal in deinen Trainingskalender geschaut hat, noch anders.

00:49:29: Ist passiert, nach dem Rennen in dir, mit dir, und wann bekommt man denn nach, nach zweihundert, sechsenvierzig Kilometer wieder Bock, sich zu bewegen?

00:49:39: Also, zwei Tage hatte ich wirklich gar keinen Bock auf Sport und mich bewegen.

00:49:45: Wir hatten halt ein schönes Häuschen gemietet, das war so sechszig Kilometer von Athen weg, das heißt, wir sind aus Sparta selber zurückgefahren.

00:49:52: Und hatten auch noch einen wunderschönen Abend.

00:49:53: Ich habe mich an dem Abend allerdings auch gefragt, warum meine Frauen nicht das Zimmer in der zweiten Etage hatten und nicht das Unten genommen haben.

00:49:59: Aber auch das Treppensteigen oder so ging problemlos.

00:50:02: Es sah vielleicht nicht rund aus.

00:50:04: Ich muss auch dazu sagen, ich hatte keine Blasen.

00:50:06: Ich war vielleicht ein bisschen wundgescheuert an der einen oder anderen Stelle.

00:50:10: Aber ich hatte auch keinen Muskelkater.

00:50:13: Und ich hatte auch nicht einmal während des Laufes das Gefühl, dass mich muskulär oder metabolisch irgendwas limitiert.

00:50:19: Das heißt, das, was wir im Training gemacht haben, hat funktioniert.

00:50:22: Ergo, ich war nach dem Lauf fit.

00:50:25: Man muss auch, vielleicht auch noch so eine kleine Anekdote, also wenn man dann das Zielfoto weckert, guckt man in den Medical Tent und da werden dann die Schuhe ausgezogen, da werden dann die Blasen geöffnet, da werden dann die Füße gewaschen.

00:50:36: Ich wollte das alles gar nicht.

00:50:37: Ich wollte einfach nur endlich zu meiner Frau und zu meinem freundlichen Ehepaar, um einfach dort mit denen jetzt das zu machen, was man nach einem großen Erfolg hat, nämlich auch mal feiern.

00:50:46: Und die waren total erstaunt, dass ich da, ich glaube ich war der neunvierzigste Gesamt, dass ich jetzt da auf die Idee komme, mich da nicht hinzusetzen und irgendwie erstmal zu versorgen zu lassen.

00:50:54: Und muss man halt auch sagen, es lagen auch einige schon im Zelt, die halt mit Infusion versorgt werden mussten.

00:51:01: Also von daher haben wir zwei auch alles richtig gemacht.

00:51:05: Und die Woche danach war halt noch in Griechenland komplett angedacht.

00:51:09: Ich glaube, am zweiten Tag danach oder am dritten, bin ich schon wieder achtzehn Kilometer gelaufen.

00:51:14: Da hat aber mein Körper auch gesagt, so bei Kilometer vierzehn, fünfzehn, das muss jetzt nicht sein.

00:51:20: Ja, leider haben wir auf dem Hügel gewohnt.

00:51:21: Ich musste dann noch bis dahin.

00:51:23: Aber da wollte ich persönlich einfach mal wieder ja so von der Lunge her mich gefordert fühlen.

00:51:30: War sicherlich nicht die cleverste Idee, aber so war es.

00:51:32: Und den Lauf an sich hatten wir halt Akta gelegt, weil es ist jetzt von der Strecke.

00:51:38: Oder vom Untergrund nicht so die Schönste.

00:51:41: Und von daher war der Sportathlon geschafft.

00:51:43: Was willst du mehr?

00:51:45: Ja, heute sieht die Welt wieder anders aus.

00:51:46: Und es gibt noch viele, viele andere Sachen, die jemand machen kann.

00:51:50: Das Ganze gibt es wie gesagt auch hin und zurück.

00:51:52: Da ist allerdings die Frage, wie will man das machen?

00:51:56: Und was kann einem das überhaupt bringen?

00:51:58: Plus, wenn man ein geiles Team findet, würde ich da sofort sagen.

00:52:03: Genauso, wie ich mir gut vorstellen kann.

00:52:05: Keine Ahnung, in dem Jahr, wo ich fünftig werde nochmal mit mit einem Team hinzufahren und so was zu probieren.

00:52:10: Aber meine Frau hat gesagt, das macht sie nicht mehr mit.

00:52:13: Sie macht keinen Sparterlauch mehr mit.

00:52:14: Genau.

00:52:15: Was macht sie noch mit?

00:52:17: Wahrscheinlich würde sie den auch mitmachen, aber es ist auch gut, wenn man einfach mal was Neues probiert, sich vielleicht auch in andere Länder bewegt, dort noch schöner Läufe macht oder Veranstaltungen.

00:52:26: Und dem möchte man sich halt auch einfach nie verwehren.

00:52:30: Was hast du für das nächste Jahr vorgenommen?

00:52:32: Nächstes Jahr möchte ich mal einen Etappenlauf machen.

00:52:35: Als ich habe den Rennsteig schon zweimal als Etappenlauf gemacht.

00:52:39: Und dies Jahr, den Bayernlauf, glaube ich, heißt da, sind so Vierhundertneunzig Kilometer auf neun Etappen.

00:52:45: Und das wäre so mein Ziel oder halt irgendwann mal was gewinnen.

00:52:49: Weil ich war schon sehr oft zweiter, dritter bei vielen Veranstaltungen, aber für ganz auch mal so nie gereicht.

00:52:54: Vielleicht muss ich doch mal überreden, ein paar Wettkämpfe weniger zu machen und das wäre dann nochmal.

00:52:58: Gerne.

00:52:59: Das war mal so ein Hundertter.

00:53:01: Zum Beispiel richtig schnell hunderte oder hundert Meilen.

00:53:04: Ich erhält

00:53:04: dich auch Lust dazu, aber für nächster, wie gesagt, erstmal den Etappenlauf.

00:53:09: Und ansonsten natürlich viele, viele Wettkämpfe, die viele, fünf, sechs, sieben, die halt oft bei uns auch mit Reisen verbunden sind.

00:53:16: Wo es schön ist, wenn man schnell läuft, aber es absolut kein Muss ist.

00:53:19: Ich finde es total faszinierend, welche Freude du ausstrahlst, die der Sport dir bereitet.

00:53:27: Ich glaube, ich kenne niemanden, der die Gemeinschaft auch im Sport, auch gerade im Aussaussport, und du sagst es ja, wir haben im Triathlon, sag ich mal so, ganz häufig gerade auf der Langstrecke, dass das Ego so im Mittelpunkt steht und diese beweisen.

00:53:38: Und dass das aber auch in der Gemeinschaft geht, hast du, glaube ich, eindrucksvoll nochmal auch in der Dimension mir gezeigt, die ich vielleicht so noch nicht kannte da drin.

00:53:48: Und dass man da eben eigene Grenzen, gemeinschaftlich Grenzen überschreiten kann.

00:53:56: auch ein Abbild für solche, sag ich mal, extremen Veranstaltungen zu zeigen und dass du da so gesund durchmarschiert bist, gehört wirklich zu den Sachen, die mich als Trainer ganz besonders freuen, weil wir immer wieder auch mehr der Maxime rausgegangen sind und wir haben natürlich auch im Team drüber gesprochen, ist das etwas, was unter der Maxime Gesundheit machbar ist.

00:54:15: Und ja, das ist anspruchsvoll und jetzt kommt es nicht gar kein Aber, sondern wir haben bewiesen, dass das mit einer Leichtigkeit, dass es ohne Ausfall, dass das möglich ist, wenn man das, sag ich mal, langfristig plant, anlegt.

00:54:30: Und das hat mir ganz große Freude an dem Prozess gemacht.

00:54:33: Und ich kann eigentlich fast nur ganz herzlichen Dank sagen, dass du hier, dass du heute, ja, und dass du jetzt hier unsere Community, unsere Zuhörer, hast daran teilhaben lassen, wie du dich auf diesen Weg gemacht hast.

00:54:47: Und Ja, ich würde am liebsten nach dem Etappenrennen mit dir da drüber noch mal sprechen, weil ich habe den nächsten, hast den nächsten Zweiflaue gegen dir gegenüber sitzen gerade, weil wie ist es denn, wenn man in diesen Etappenrennen zum Beispiel ja auch wieder ermüdet und nochmal ermüdet drauf geht und das finde ich zum Beispiel extrem interessant zu sagen ja, wenn du das aber ohne Blasen und ohne Sachen natürlich kann das auch mal passieren, das ist ja... Es wäre gelogen, wenn da nicht was passiert wäre beim Training, aber diese Sachen so vorzubereiten, dass man eben möglichst weit damit kommt und das eben als Reise anzunehmen, das finde ich total spannend.

00:55:24: Absolut.

00:55:24: Und genauso sehe ich das halt auch.

00:55:26: Ich habe es für ihn schon erwähnt.

00:55:28: Ich mag Pläne.

00:55:28: Ich schreibe mir auch sehr viele Pläne.

00:55:30: Axel ist mein großer Freund und wenn du viele, viele Sachen im Vorfeld einfach schon ausmerzt oder dir Eventualitäten für verschiedene Szenarien schaffst, dann bist du einfach, was das alles andere betrifft, auch wieder lockerer.

00:55:40: Und wenn du dann noch jemanden hast, der dir Im Training auch einfach das gibt, was du zum einen willst, aber nicht das ist, was du gerade machen musst oder sollst.

00:55:50: Das ist ja genau das, was wichtig ist.

00:55:51: Also das, was man selbst nicht kann, muss man noch abgeben können.

00:55:54: Und diese Verantwortung, die hast du übernommen, was das Training betrifft, was die Versorgung und Medizinschickgeschichte betrifft, übernimmt das meine Frau.

00:56:01: Was will man am Ende mehr?

00:56:02: Wenn man das schön zusammenpackt, dann funktioniert es einfach oder dann kann es funktionieren.

00:56:08: Das ist rund.

00:56:09: Ich sage ganz, ganz herzlichen Dank, dass du uns an deiner Geschichte das Teil haben lassen.

00:56:14: Nicht hat auch dieser Weg total fasziniert, dass ich da in so eine Welt mal abtauchen durfte.

00:56:19: Und ja, ich drück dir die Daumen für's Sehtappen rein.

00:56:22: Vielleicht kann ich dich da noch mal für ein Podcast gewinnen beim nächsten Besuch in Heidelberg.

00:56:25: Und ja, ich wünsche dir jetzt einen schönen nach Hause Weg, einen guten nach Hause Weg.

00:56:29: Und herzlichen Dank für deinen Besuch bei uns hier im Kickers-Office.

00:56:32: Ich danke dir für die Einladung.

00:56:34: Danke, Riko.

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