KickassRadio 46| 26 - Mit einem Lächeln über die Ziellinie - Ediths Weg nach Hawaii und noch viel mehr
Shownotes
Edith erzählt, wie sie über das Leistungsschwimmen zum Sport kam, welche prägende Rolle der Sport für ihre persönliche Entwicklung spielte und warum die verpassten Olympischen Spiele 2004 bis heute ein emotionales Thema für sie sind. Nach einer längeren Pause durch Familie und Beruf entdeckte sie den Triathlon für sich, bevor ein schwerer Radunfall im Jahr 2021 ihr Leben grundlegend veränderte und sie körperlich wie mental vor enorme Herausforderungen stellte. Trotz zahlreicher Verletzungen, einer langen Rehabilitation und einer posttraumatischen Belastungsstörung war für sie früh klar, dass sie sich das Radfahren und ihre Freude am Sport nicht nehmen lassen würde. Der Wiedereinstieg war mühsam, doch Schritt für Schritt kämpfte sie sich zurück und setzte sich mit ihrer ersten Langdistanz ein neues, motivierendes Ziel. Über ihren Mann fand sie zu Kickass Sports, lernte dort insbesondere die Bedeutung einer sportgerechten Verpflegung kennen und machte dadurch große Fortschritte im Training und Wettkampf. Bei ihrer ersten Langdistanz in Barcelona gewann sie überraschend ihre Altersklasse, qualifizierte sich für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii und erfüllte sich damit einen Traum, den sie ursprünglich gar nicht auf dem Schirm hatte. Für die Vorbereitung auf Kona entschied sie sich für das Individual Coaching mit Carla und beschreibt die Zusammenarbeit als entscheidenden Faktor, um optimal vorbereitet und mit großem Vertrauen an die Startlinie zu gehen. Auf Hawaii erlebte sie die extremen Bedingungen zunächst als einschüchternd, gewöhnte sich jedoch zunehmend daran und konnte insbesondere Schwimmen und Radfahren genau nach Plan absolvieren. Der Marathon wurde durch starke Übelkeit, Erbrechen und Flüssigkeitsverlust zu einer großen Herausforderung, doch mithilfe ihrer Familie und ihres starken Mindsets kämpfte sie sich bis ins Ziel und konnte erneut mit einem Lächeln die Ziellinie überqueren. Als wichtigste Erkenntnisse nimmt Edith mit, auf den eigenen Körper zu hören, sich nicht von anderen verunsichern zu lassen, große Ziele in kleine Zwischenschritte zu zerlegen und immer daran festzuhalten, dass der Weg zum Ziel zwar herausfordernd sein darf, aber vor allem Freude machen sollte.
Coaching the human behind the athlete.
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Musik | Urheber
Vielen Dank an: Christoph a.k.a. Henk Van Hiijden http://www.henkvanhiijden.de Weitere Musik seiner Band Conny Trash: https://open.spotify.com/artist/2gaoVMYbChhq9eI44BBctT?si=8SGqzqOtSriIIe1y7dNobQ
Transkript anzeigen
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode heute aus dem KICKS Radio.
00:00:20: Wir machen nochmal ein bisschen weiter mit unserer Hawaii-Reihe, die wir schon vor ein paar Wochen angefangen haben.
00:00:25: Hallo an meine Gegenüber sitzen der Person heute!
00:00:28: Hallo Edith grüß dich!
00:00:29: Hallo Jan!
00:00:32: Edith wo sitzt du heute?
00:00:35: Ich sitze zu Hause im kalten Binschering seit einer Woche wieder zurück von Hawaii.
00:00:43: Bist Du wieder gut Zuhause angekommen?
00:00:44: Hat der Jetlag richtig reingehauen oder ging es?
00:00:47: Ja, der Jet Legger hat schon ordentlich reingegauen.
00:00:50: Erst haben wir uns so viel im Wohnzimmer getroffen.
00:00:55: Da waren sowohl mein Mann als auch die Jungs da.
00:00:58: Aber ja, das ist Teil der Reise und gehört mit dazu!
00:01:01: Das Teil der Reise gehört mir, dass du das schon schön gesagt hättest.
00:01:04: Das habe ich eben nur deinen Vornamen gesagt!
00:01:06: Wir beide kennen uns jetzt schon eine ganze Weile weil du schon auch meine Zeitlagen mit unseren Trainingsplänen in der Vergangenheit agiert hast.
00:01:15: Das heißt wir haben es auch schon mal persönlich im einen oder anderen Webinar bei uns im Montags Weekly Check-In schon vor etlichen Wochen gesehen und miteinander gesprochen.
00:01:23: mittlerweile trainierst du bei uns individual und wirst von Carla betreut.
00:01:30: auf viele Sachen gemeinsam schauen.
00:01:32: Wir werden auch so ein bisschen draufschauen, was ist in den letzten Wochen für dich passiert?
00:01:38: Weil sich ja dann doch schon einiges mit einer Reise nach Hawaii gelöst hat und vor allen Dingen fortan sehr viel stattgefunden hat, was lange vorbereitet war.
00:01:51: Bevor wir darauf schauen, hat aber jetzt auch deine Reise im Ausdauersport schon verlängerer Zeit begonnen.
00:01:59: Wie kommst du überhaupt zum Ausdauersport?
00:02:02: Also ich habe als junges Mädchen mit dem Schwimmen angefangen, schon im Alter von sechs Jahren war das einfach so ja das Medium Wasser.
00:02:11: Damit hab' ich mich unheimlich wohngefühlt.
00:02:14: Ich war super schüchtern und zurückhaltend und da konnte ich einfach so sein wie ich war.
00:02:19: Ich musste mit niemanden kommunizieren und war einfach nur für mich und so bin ich Schritt-für-Schritt in den Leistungssport hinein gekommen.
00:02:29: Durch den Sport, durch das Schwimmen bin ich wirklich so die Person geworden, die ich jetzt bin.
00:02:34: Das hat mir unheimlich viel gebracht.
00:02:37: Man wird ja nicht von heute auf morgen zum Leistungssportler oder Hochleistungs-Sportler.
00:02:42: Da wächst man ja langsam mit hinein.
00:02:44: Das fängt an mit zweimal Training, die Woche dreimal täglich und dann zweimal täklich.
00:02:50: Und das macht natürlich auch psychisch super viel mit einem!
00:02:53: Man muss viel mehr Verantwortung übernehmen... Dann ist verantwortlich für sich selbst, für seinen eigenen Körper.
00:02:59: Und das ist eine unheimlich spannende Reise gerade im Jugendalter zum Erwachsenen werden.
00:03:06: Gab es eine Zeit in der du auch mal mit dem Sport wirklich länger pausiert hast?
00:03:13: Eigentlich war das nur in der Zeit so um Jahr zwei tausend vier wo ich eigentlich für die olympischen Spiele qualifiziert war aber verletzungsbedingter nicht teilnehmen konnte weil ich ne Schulterverletzung hatte operativ versorgt werden musste und dann irgendwann, weil die Prioritäten sich geändert haben.
00:03:32: Ich bin Mama geworden, dann nochmal Mama geworden geheiratet
00:03:37: ja
00:03:37: und dann war eigentlich der Moment einfach was anderes zu machen.
00:03:44: War das schwer auch in dem Moment natürlich?
00:03:46: Also ich stelle mir das natürlich unfassbar schwer vor.
00:03:48: gerade auch Olympische Spiele sind nicht so häufig.
00:03:51: Das heißt, auch die Qualität.
00:03:53: dafür war lange angedacht natürlich das immer zu schaffen.
00:03:58: Hast du danach dann schneller mit abschließen können oder hat es eine Weile gedauert?
00:04:03: Also wenn ich ganz ehrlich bin, da nagt das noch immer so ein bisschen an mir.
00:04:08: Ich sag mal, die olimischen Spiele sind das größte was man eigentlich so erreichen kann oder das höchste.
00:04:15: Wenn man dann so kurz davor ist und es dann wegen einer Verletzung Abtagten muss, dann ist das schon sehr, sehr bitter.
00:04:22: Und ich fahre bei vielen Europameisterschaften, ich fahr bei vielen Weltmeisterschaftinnen Ich fahr mal sechzehnte beinahe Weltmeisterchaft und einschieds Olympia das einzigste was mir in der ganzen Karriere fehlt.
00:04:35: Ja das glaube ich Das glaube ich dass es denn auch heute immer noch.
00:04:40: ja es wäre natürlich ein Rundeabschluss gewesen für dich.
00:04:44: auch jetzt im Nachgang Zurückblick auf die Karriere, die du hattest.
00:04:51: Dennoch die Frage wenn du an diese ganze Zeit zurück denkst ist es mehr mit einem lachenden oder mit einem weinten Auge?
00:04:59: Es ist absolut mit einem Lachenden Auge.
00:05:02: also ich habe so unheimlich viel gelernt.
00:05:04: gerade auch aus den Niederlagen lernt man viel nicht.
00:05:08: jeder Wettkampf ist gleichzeitig mit Bestzeiten und Bestleistungen verbunden.
00:05:12: da gibt's auch immer wieder Rückschläge wo man das Training in Frage stellt sich selbst infrage stellt.
00:05:18: Man hat mal Tage, wo man aus unerklärlichen Gründen nicht gut drauf ist.
00:05:23: Wo das Training angepasst werden muss und das lernt einem auch so ein bisschen Flexibilität im normalen Leben.
00:05:30: Dass es nicht immer alles gerade ausgeht sondern dass man auch mal ja kurvig durchs Leben fährt.
00:05:36: Kurvig Durchs Leben Fert finde ich eine sehr schöne Metapher.
00:05:39: dafür muss ich sagen Jetzt ist es so, dass dann auch... Du hast eben auch schon Familie angesprochen.
00:05:45: Ich weiß gar nicht, wart ihr alle als Familie?
00:05:47: Ist das auch auf Verweih dieses Jahr?
00:05:49: Wir waren alle als Familien auf VerWeih.
00:05:52: Wir haben das als großes Familienprojekt gesehen und ich habe von Anfang an gesagt, ich fliege nur wenn wir alle fliegen.
00:05:59: Schön wie lange wart ihr dort?
00:06:02: Insgesamt drei Wochen.
00:06:05: Schön, wer stelle ich mir um?
00:06:06: Ich stell's mir sehr emotional vor natürlich für dich dann in dem Moment dann auch gerade den emotionalen Support von deiner Familie vor Ort zu haben in den Tagen davor und aber auch am Rennentag selbst.
00:06:19: Ich weiß nicht, haben sie sich aufgeteilt oder waren Sie die ganze Zeit an einer Position?
00:06:24: Nein!
00:06:24: Sie waren die ganzezeit an einer Position und sagen wir so... Die Familie ist unheimlich wichtig für mich.
00:06:30: also gerade mit zwei pubertieren können man mal ein okay bisschen Abstand manchmal ganz gut
00:06:37: Aber
00:06:38: wir haben wirklich ja total Schönes Familienleben.
00:06:44: Und zu wissen, dass die vor Ort sind und gerade mein Mann das ist jetzt in all den Jahren wirklich so ein Fels in der Brandung gewesen.
00:06:52: Zu wissen, was da ist und ich höre den auch also da können noch so viele Menschen stehen Ich höre denen immer aus der menschenmenge raus einfach weil ich weiß, dass er da ist.
00:07:02: Schön es klingt jetzt... Es geht mir schon ganz stark in Richtung deiner Hawaii Erfahrung wie du dieses Jahr gemacht hast.
00:07:09: Diese Sachen ein bisschen hinauszögern und auch nochmal auf eine Zeit blicken.
00:07:15: Jetzt gerade von dir gibt es eine Dokumentation, die gerade erst gedreht wurde und die ist gerade veröffentlicht wurde, die sich mit einem schweren Unfall, den du beim Sport treiben erlitten hast befasst und auch deiner Reise zurückwidert.
00:07:32: Das war ein schwerer Radunfall.
00:07:34: Wie lange ist der denn her?
00:07:37: Der ist jetzt fünf Jahre her!
00:07:39: Das war im Juni.
00:07:43: Und magst du den Menschen da draußen kurz dann wirklich geben, was da genau passiert ist?
00:07:52: Ja das kann ich gerne machen.
00:07:53: also es war eigentlich so.
00:07:56: Triathlon hat nie so eine große Rolle in meinem Leben gespielt einfach weil für mich schwimmen konnte ich ganz klar Radfahren habe ich so ein bisschen gemacht, aber jetzt ein richtiges Rad hatte ich nicht und laufen das war für mich immer ein Albtraum.
00:08:10: Also das war ja jetzt nie wirklich so ganz meine Welt.
00:08:13: Habtas Tri hat mal geschehen, aber immer verfolgt weil mein Mann mehrere Mitteldistanzen oder auch Langdistancen gemacht hat.
00:08:21: Und irgendwann kam dann die Idee mit meiner restlichen Freundin und meinem besten Freund, ahja soll man nicht einmal eine Staffel machen?
00:08:27: Meine beste Freundin ist eine absolute Läuferin.
00:08:31: war klar, die wird laufen.
00:08:33: Wir haben ein bester Freund und wir sind beide Schwimmer und er hat gesagt ne ich kann nur schwimmen also du übernimmst den Radpart.
00:08:39: Dann habe ich gesagt okay challenge akzeptiert und somit hab ich mich dann mal ja regelmäßig aufs Fahrrad gesetzt und in einer Trainings Einheit... Ich war mit Triathlon Rad von meinem Mann unterwegs bin ich über einen Radweg gefahren und dann sind mir zwei Menschen entgegen gekommen Und ich habe die Aeroposition verlassen, einfach weil man dann in dem Moment reaktiver ist und hab noch gedacht okay einer der beiden muss mir so ein bisschen Platz machen sonst wird das eine ganz engen Nummer hier.
00:09:10: Und in dem moment wo ich an den vorbeifahren will stürzt der Mann und sein Rad kommt wirklich frontal in mein Vorderrad und spinnen über den Lenker aufs Gesicht und auf den Kopf gefahren.
00:09:26: Ein harter Impact dann auch zu dem und natürlich auch ein riesiger Schreckmoment, glaube ich für dich.
00:09:35: Auf jeden Fall als sagt immer wenn man reiten geht, dann setzt man sich damit auseinander dass man auch vom Pferd fallen kann.
00:09:42: Wenn man Fahrrad fährt, dann weiß man das man sich auch mal ablegen kann.
00:09:47: Das hier kam allerdings so unerwartet und ja es hat schon einen sehr großen Impact gehabt gerade weil ich gemerkt habe, okay.
00:09:57: Ich kann weder schlucken noch sprechen.
00:10:01: Die Zähne hatte ich in der Hand also ich wusste sind mehrere Zähle die kaputt sind.
00:10:06: das war schon ein sehr großer Schockmoment.
00:10:10: Das glaube ich.
00:10:13: Danach wie lange hat es gedauert bis du auch wieder dich aufs Rad setzen konntest und auch wieder das erste mal ein gutes Gefühl hat ist beim Radfahren?
00:10:23: Das Problem war so ein bisschen, also ich dachte im ersten Moment okay es ist nur die Zähne und dann am Kiefer was das hat sich aber rausgestellt.
00:10:33: Die Verletzungen doch erheblich schlimmer waren.
00:10:38: Ich hatte nicht nur im Gesicht die Verletzung und am Gelenk, sondern ich hatte auch noch Faktur der rechten Hand, linkes Handgelenk Ellenbogen.
00:10:46: Also ein sehr schlechtes Kombi-Paket sag' ich jetzt mal.
00:10:51: Und allein schon bis der Gipsabwab ich mich noch mal so ein bisschen auf meine Hände und auf meinen Ellenbogen verlassen konnte, sind Monate vergangen.
00:11:01: Für mich war allerdings sehr schnell klar dass ich mich nochmal aus Fahrrad setze weil ich habe zu meinem Mann gesagt das Radfahren hat mir so viele schöne Momente gebracht und das lasse ich mir nicht von jemand anderem nehmen.
00:11:12: nur weil einmal was Schlimmes passiert ist heißt es ja nicht dass es nochmal passieren muss.
00:11:18: und somit habe ich dann, bevor der Winter kam, hab' ich mich doch noch mal aufs Fahrrad gesetzt.
00:11:23: Und das Schlimmste?
00:11:24: Jeder hat immer gemeint oh!
00:11:26: Auf dem Radweg oder so wenn andere Menschen hier entgegen kommen, das muss schlimm sein.
00:11:30: aber das Schrimmste für mich war tatsächlich dieses Einglicken in die Pedale und losfahren.
00:11:37: Also erstmal finde ich es faszinierend dass du sagst oder auch dann so schnell im Nachgang für dich wusstest nach so einem harten Impact und auch den Sport, den du zu dem Zeitpunkt hin noch nicht sehr lange ausgeübt hast.
00:11:49: Und noch nicht so lange auf dem Rad so regelmäßig unterwegs warst, dass du dann wirklich für dich entschieden hast ja nur in Anführungszeichen, weil jetzt einmal was gravierendes passiert ist, das es ja nicht immer so laufen muss und das sich dann überhaupt nicht davon abgehalten hat, dann auch schon mit Sicherheit während der Regeneration nach der Verletzung wieder daran zu denken wann du praktisch wieder auch Radfahren und Co.. ausüben kannst?
00:12:16: Also die Ärzte, haben wir am Anfang gesagt ich soll noch abwarten und mir auch klar gesagt gerade im Bereich vom Krafttraining wird es viele Sachen geben.
00:12:27: die ich nicht mehr machen könnte.
00:12:29: Und, ich bin immer so der Meinung erst mal gucken was noch geht weil nur weil im Lehrbuch auf der Seite fünfundzwanzig in dritten Absatz steht dass man mit der Verletzung dies und jenes nicht mehr tun kann heißt das nicht dass es auch jeden zutrifft.
00:12:44: und ich denke da muss wirklich jeder seine Erfahrung machen und einfach mal ja gucken was geht und was nicht geht.
00:12:55: Wenn du jetzt dann auch den Wiedereinstieg zurück schaust, ist der... Du hast natürlich eine lange Regenerationsphase hinter dir gehabt zu dem Zeitpunkt und mit Sicherheit auch in der Zeit viel von dem was jahrelang für dich Alltag war.
00:13:10: Nämlich Sporttreiben.
00:13:14: Das hat sich mir selbst beim Wieder-Einstieg nicht wieder so angefühlt wie davor.
00:13:18: Magst du uns da mal mitnehmen, wie der Wiedeinstieg war?
00:13:23: Ich glaube, wenn ich jetzt sagen würde es war sehr frustrierend dann ist das der falsche Ausdruck.
00:13:31: Aber es hat schon unheimlich viel Kraft und Mühe gekostet nochmal von vorne quasi anzufangen.
00:13:37: Ich habe in der Zeit einfach weil ich nicht essen konnte keinen Sport machen konnte.
00:13:41: Ich hatte dreizehn Kilo abgenommen.
00:13:44: Das ist natürlich hauptsächlich Muskulatur gewesen Weil alles andere verliert sich doch nicht so schnell.
00:13:50: Und da wieder anzufangen und zu sehen beim Krafttraining, wie schwach ich eigentlich geworden bin.
00:13:57: Ja
00:13:58: das hat einem schon auch noch mal so ein bisschen gezeigt, wie klein man als Mensch ist.
00:14:02: aber ich sage immer wenn man nicht anfängt dann kann es auch nicht besser werden und somit habe ich einfach Schritt für Schritt ja wieder die Ärmel hoch gekrempelt und losgelegt
00:14:17: Schnell nach dieser Zeit dann auch hast du dich entschieden, dass du den ersten Iron Man machen möchtest.
00:14:27: Also es war eigentlich eine Entscheidung die ich mit meinem Mann so ein bisschen betroffen habe.
00:14:33: Ich muss dazu sagen, ich hatte... Nach diesem Unfall hab' ich so ne posttraumatische Belastungsstörung entwickelt.
00:14:39: Ich fahre auf dem Radweg unterwegs und wollte laufen gehen als ich noch nicht wie ich aus Fahrrad setzen konnte.
00:14:48: Ja, da habe ich eine Panikattacke gekriegt und dann hab' ich irgendwann zu meinem Mann gesagt so okay das hier kann es jetzt nicht sein.
00:14:55: Ich brauche A-Hilfe was diese Sache angeht und B würde ich einfach gerne nochmal mir entzielten.
00:15:03: Wann kam denn der Punkt dass du dir beim Training auch so ein bisschen Hilfe gesucht hast?
00:15:10: Eigentlich also... Meine erste Mitteldistance habe ich dann zusammen mit meinem Mann vorbereitet, weil das auch einfach unser gemeinsames Projekt war.
00:15:20: Und als ich die Entscheidung getroffen habe, ok, ich würde gerne langen Distanz machen, das habe ich natürlich auch überlegt.
00:15:27: Und er war da eigentlich sehr, sehr klar in seiner Aussage.
00:15:31: Also ich habe nur gesagt Ich würde das gern machen.
00:15:33: Sagt er ja mach sag ich euch bin mir unsicher Ja Mach.
00:15:36: und hat immer nur gesagt Ja Mach?
00:15:39: Denk ist okay.
00:15:40: dann melde ich mich jetzt einfach dafür an.
00:15:43: und dann hab' ich mich für Barcelona angemeldet und für mich war ganz klar dass wir wieder so ein gemeinsames Projekt rausmachen.
00:15:49: und dann kann Weihnachten und er hatte mir eine kleine Box geschenkt mit Schokolade drin.
00:15:55: Und da war für jeden Sonntag bis zum Tag des Rennens so ein Stückchen Schokolader, ich liebe Schokoladen, war dann drin.
00:16:02: Außerdem noch so ne kleine Karte!
00:16:04: Das war dann gut sein für einen Jahr Training bei euch als Self-Coaching Athlete.
00:16:09: Ich muss sagen, ich habe am Anfang sehr überrascht.
00:16:11: Weil ich doch echt dachte wir würden das gemeinsam machen.
00:16:14: und dann hat er gemeint ne lang Distanz wäre ihm zu viel.
00:16:16: Das wird er sich nicht zutrauen.
00:16:18: Das würde der dann abgeben und er wär der Meinung mehr hätte über euch gelesen und gehört und ich wäre bei euren besten Händen.
00:16:25: ja und so bin ich dann zu euch zu Kickers gekommen.
00:16:28: Okay verstehe und so haben wir beide uns dann auch das erste Mal kennengelernt in einem unserer Montags Webinare.
00:16:34: Das war zwanzig.
00:16:36: Weiß ich gar nicht, ob das war es dann Anfang zwanziv-zwanzig?
00:16:39: Dass wir uns das erste Mal dort gesehen haben oder vielleicht auch schon Ende zwanzi-vierundzwanzich?
00:16:43: Das habe ich nicht mehr hundert Prozent im Kopf.
00:16:46: Aber...
00:16:48: Okay, was ich aber auf jeden Fall mich noch dran erinnere war auch dass wir im Kontext vom Schäpflegen von Trainingseinheiten gerade in den Webinaren auch regelmäßig am Austausch waren.
00:17:00: Vor allen Dingen vor dem Hintergrund das du auch wie du das eben auch erzählt hast einmal relativ viel an Gewicht verloren hast im Nachgang an den Unfall und dann natürlich die Nahrungsaufnahme oder vor allem die schnelle Nahrung bei Trainingsseinheiten etwas war wo du eine Zeit lang auch dich ausprobieren musstest.
00:17:20: Gerade in dem Kontext haben wir uns dann auch im Webinar häufiger
00:17:23: ausgetauscht.".
00:17:25: Ja, das war hier bei uns daheim immer so ein Diskussionspunkt weil ich bin meine Rateinheiten mit einer Trinkflasche und einem Käsebrot gefahren Und das Kauen ist seit dem Unfall leider doch etwas schwierig unter Belastung noch viel schwieriger und ich hatte absolut keinen Plan, wie ich das irgendwie in den Griff kriegen könnte für eine Langgestanz.
00:17:49: Mein Mann hat irgendwann gemeint naja wenn du in Barcelona ne Schubkarre hinter die Herzen bist mit Kälsebroten dann wirds funktionieren.
00:17:56: ansonsten könnt es schwierig werden und das hat dann gedacht so geführt dass ich gedacht habe okay da muss ich dann doch mal die Experten fragen
00:18:05: Sehr gut, das ist auch ein guter Insight mit der Shopkarre.
00:18:12: Ich finde tatsächlich auch, muss ich sagen, wenn ich auf dem Rad unterwegs bin gerade im Winter, es mich auch ganz gerne mal unterwegs in Käsebrot was ich mir vorhin eine Art Folie eingepackt habe gerade aus einer längeren Runde weil es ganz schön ist, aber etwas anderes sagen als CG ist zum Regeln.
00:18:25: Das heißt kann da auf jeden Fall mitgehen.
00:18:29: Aber auch da, als wir in den Webinaren damals gesprochen haben.
00:18:32: Da ging es ein bisschen darum wie man die Verpflegung so aufdröseln?
00:18:38: Weil dadurch das du natürlich nicht so gut kauen konntest.
00:18:41: davor an den Trainingsanheiten war dein Magendam-Trakt auch nicht so sehr gewöhnt dass viele Kohlenhydrate oder viel verpflegen während einer Trainingseinheit in deinen Magendammtrakt reinkommen.
00:18:51: Das heißt es geht natürlich auch um die Menge der Kohlenhydrate.
00:18:55: Das war für mich absolutes Neuland.
00:18:57: Also ich weiß gerade in diesem Wett, nahe da ging es dann darum beim Lauftraining wo die Lisa glaube ich dann gesagt hat ja erzähle doch einfach mal was du denn in so einer Stunde in der Laufeinheit zu dir nimmst.
00:19:09: und da habe ich ganz klar gesagt nichts weil das auch wirklich so war.
00:19:14: und dann hatte ich mich mit großen Augen angeguckt und gesagt dass geht auf gar keinen Fall.
00:19:19: also sixhundert Milliliter Flüssigkeit sollten das schon sein.
00:19:23: Ich habe gedacht, dann habe ich ein Aquarium im Bauch.
00:19:25: Wie soll ich denn so aufbauen können?
00:19:28: Also ich hatte gar keine Vorstellung.
00:19:30: Kurz darauf habe ich euch eine E-Mail geschickt und das waren meine Worte.
00:19:35: Ich glaube, ich bin gar keine schwache Läuferin.
00:19:37: Ich habe mich nur nie richtig ernährt oder verpflegt weil ich da wirklich einen riesigen Unterschied gemerkt habe.
00:19:44: Oh ja, da kann ich mich auch noch sehr gut sein.
00:19:46: Und dann auch speziell an diese E-Mail die du dann auch geschrieben hast als das über Wochen lang und monatelang dann auch besser funktioniert hat und du mehr und mehr reingekommen bist und auch Mittel und Wege gefunden hast für dich mit der Verpflegung zurecht zu kommen weil das ja auch eine ganz wichtige Sache ist.
00:20:02: Die Verpflege ist individuell und man muss vor allen Dingen Mittel und wege finden wie man die Verpflegen für sich im Trainingsalltag unter einem Wettkampf auch umsetzen kann mit dem man zurech kommt so dass du dass man selbst in der Lage ist, die Leistung, die man möglich ist abzurufen.
00:20:17: Dass man da auch so nah wie möglich rankommt und eben an diese E-Mail als du geschrieben hast ja es funktioniert ich glaube das ist dann noch dabei tatsächlich mit den Kohlenhydraten besser als erwartet.
00:20:27: Die ist nach einer gewissen Zeit das ist, dann glaube ich das schönste was dann auch passieren kann weil du selbst im alltäglichen Training wirklich spürst was es für einen positiven Effekt hat.
00:20:37: Also einerseits während dem Training, wo man merkt okay ich habe gar keinen Leistungsabfall mehr oder deutlich geringer.
00:20:44: Natürlich gab es immer mal wieder Einheiten, wo gerade die Kala mir dann auch geschrieben hat bitte wieder besser verpflegen oder mehr zu dir nehmen.
00:20:52: aber auch diese Heißhungerattacken, die ich nach den langeren Einheiten oder intensiveren Einheiten früher dann mal hatte, die hatte ich da gar nicht mehr.
00:21:00: Und da habe ich wirklich gedacht, so ja schon verrückt was das mit einem Körper macht.
00:21:04: Das finde ich von vorher ja auch nicht mehr.
00:21:06: Im Schwimmen meine längste Belastung war dann zwei Minuten zehn und dann war es vorbei.
00:21:11: Da habe ich über die Verpflegungen während des Rennens natürlich gar nicht nachdenken müssen.
00:21:16: Ja absolut ist auf jeden Fall ein großer Unterschied, ein großer Game-Changer.
00:21:21: Hättest du dir gewünscht?
00:21:24: so ein bisschen mehr Wissen darüber zu haben, sodass du wirklich dich auch noch aktiv im Schwimmstupport befunden hast und auch in der Vorbereitung jetzt für Wettkämpfe oder auch die olympischen Spiele warst.
00:21:34: Auf jeden Fall also ich stelle mir ganz oft die Frage wie schnell oder wie viel besser wäre ich gewesen wenn man diese ganzen trainingswissenschaftlichen Kenntnisse damals schon gehabt hätte?
00:21:48: Also wir reden jetzt, ich bin jetzt mittlerweile Das sind ja schon ein paar Jahre her und ich hatte wirklich so meinen Höhepunkt im Alter von ja, in den neunzehn-zwanzig Jahren.
00:22:01: Und damals war das Ganze noch gar nicht so ausgebaut.
00:22:04: also die Verpflegung im Training waren meistens entweder Trauben oder Multivitaminsaft mit Wasser verdünnt, ja so eine Schorle.
00:22:12: Das war das was wir während dem Training zu uns genommen haben und gerade auch in Kombination mit dem Krafttraining hätte man glaube ich viel mehr Ausdich herausholen können.
00:22:21: Ja, ich glaube also das geht uns natürlich auf jeden Fall jetzt auch einsuchen.
00:22:26: Ich stelle mir auch häufig die Frage wie hätte in der Welt im Ausdauersport ausgesehen wenn auch dieses Wissen schon früher deutlich mehr verfügbar gewesen wäre und dass auch mehr Menschen genutzt hätten oder auch wie viel mehr Menschen hätten den Strung auch schaffen können und es gar nicht mehr nur... darum geht dann auch im Pro-Sport zu schauen, okay wer hält das am längsten ohne irgendwie durch?
00:22:49: Ohne daran kaputtzugehen.
00:22:51: Was wir ja auch wissen aus der Vergangenheit dass es auch eine Rolle gespielt hat.
00:22:54: Ja auf jeden Fall.
00:22:55: also ich kenne einige auch hier aus dem Dorf die sind heute noch stolz wenn sie die Trinkflasche halb voll wieder mit nach Hause bringen weil die das wirklich als Stärke ansehen wenn Sie nicht alles gebraucht haben.
00:23:07: Schade, ja.
00:23:08: Aber auf jeden Fall es gibt diese Müden die auch noch so ein bisschen da sind.
00:23:13: Du hast jetzt eben auch schon Kamal erwähnt, nämlich nach deiner Zeit auch in dem Self-Coaching das du bei uns gemacht hast und dann eigentlich mit Richtung Ende dem Self Coaching, dass du dich qualifiziert hast für Kona dieses Jahr, für Hawaii dieses Jahr.
00:23:29: Hast du dann auch den Weg ins Individual Coaching gewählt?
00:23:34: Dann auch eben für die Vorbereitung von Hawaii.
00:23:37: Aber wir müssen noch mal mit, bei der Quali die du letztes Jahr dann auch geholt hast für Kona dieses Jahr wie hast du damit gerechnet?
00:23:46: War das ein Ziel?
00:23:47: Nein absolut nicht!
00:23:48: Also ich habe wirklich von Anfang an gesagt mein Ziel ist es mit einem Lächeln über die Ziele hin zu laufen.
00:23:55: Das war die ganze Zeit über meinen Ziel und das hat sich auch während des ganzen Jahres wo ich mich darauf vorbereitet hab nicht geändert.
00:24:03: Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was kann ich denn nachlaufen?
00:24:07: Also ich habe keinerlei Erfahrungen im Marathon laufen gehabt.
00:24:12: Ich war einmal eine Hundert-Achzig Kilometer Rad gefahren aber das war wirklich isoliert.
00:24:17: nur die Hundert Achtzig Kilometern und dann die Kombination aus den Dreien.
00:24:23: Hat sich kein Gefühl dafür.
00:24:24: also hätte ich jetzt ja auch im Vorfeld nichts und keine Zeit abgeben können.
00:24:28: Also ich meine dass sie schwimmen konnte Das weiß ich.
00:24:32: und ja, dass sich dann unter der Stunde Außenwasser kam weil es doch sehr wellig war.
00:24:36: Es hat geregene gestürmt.
00:24:38: was ist für mich eigentlich nur spannend gemacht.
00:24:41: Was hätte ich jetzt so gar nicht gedacht?
00:24:44: Und dann sind das ja zwei Runden a neunzig Kilometer und ich habe immer nur auf die Watt geguckt und das hat gestimmt.
00:24:50: und nach der ersten Radrunde.
00:24:51: Ich wusste natürlich mein Mann, der steht da und ich habe dann auch abgebrennt, weil ich ihn zuwinken wollte.
00:24:57: Und dann ruft er mir nur zu du hast zwanzig Minuten Vorsprung und ich sag nur ja ja und verweiter.
00:25:04: und viel später hab ich überlegt Mensch wenn der sagt Vorspring Vorsprungen hat man ja nur wenn man vorne ist.
00:25:09: also und ich kann das gar nicht einordnen dann habe ich nur mal auf wieder auf meine Watt geguckt denke ich ok solange wie das passt dann wird es wohl richtig sein.
00:25:19: Ja und als ich dann auf die Laufstrecke ging, hat er gesagt du bist immer noch Erste.
00:25:23: Jetzt lauf dein Tempo, ja lauf das Ding ins Ziel!
00:25:27: Und so habe ich es dann auch gemacht.
00:25:29: Cool, ja.
00:25:31: Ich erinnere mich auch noch daran an die Nachricht, die du auch im Nachgang geschickt hast zu dem Zeitpunkt.
00:25:36: Nimm mal einen Moment wo hast denn du die Quali geholt?
00:25:38: In
00:25:38: Barcelona Kallelia.
00:25:43: und ich habe da wirklich, also ich hatte zeitlich gesehen, hatte gar keine Ahnung wie schnell ich unterwegs war.
00:25:50: Und ich bin dann ganz bewusst, zweieinhalb Meter vor dem Ziel bin ich gegangen weil ich diesen Ziel-Einlauf genießen wollte, weil mein Mutter ja war mit einem Lächeln über die Ziellinie laufen und ich mache das einmal, weil ich wissen will ob ich das schaffen kann.
00:26:07: Echt ein ganz, ganz tolles Gefühl.
00:26:13: Ich glaube ja... ich glaube man kann das so ein bisschen auch für die... ich hoffe die Zuhörerinnen und Zuhörer können es auch so ein bißchen greifen.
00:26:20: gerade, wie du das gerade erzählt hast möchte man auf jeden Fall gerne jetzt in dem Moment mit im Zielbereich gestanden haben um das dann sehen zu können wie du da noch wirklich über die Ziellinie gießen das auch wirklich genießt weil dass auch was ist was du dir natürlich sehr lange auch harte arbeitet hast mit der Vorbereitung dafür haben und dann auch wirklich dieses Ziel zu erreichen.
00:26:43: Erstmal ganz unabhängig von der Platzierung, mit dem Lächeln über die Ziellinie zu gehen ist natürlich etwas sehr Erfüllendes.
00:26:50: Jeden Fall!
00:26:51: Also das war ja eigentlich mein Ziel zeitmäßig... Ja, wusste ich es einfach nicht.
00:26:56: Als ich dann gesehen habe unter elf Stunden war die Überraschung super-super groß und als ich dann meinen Mann gesehen habe... Ich hab mir die Zeit nicht genommen da einmal in dem Nachzielbereich mich aufzuhalten.
00:27:08: Ich bin wirklich direkt raus zu meinem Mann und er guckt mich nur ganz groß an und sagt was war das denn?
00:27:14: Und da sage ich ja, dass war total geil und freu mich!
00:27:16: Und abhaken.
00:27:17: Ich habe das jetzt gemacht.
00:27:18: Ich weiß, dass ich es kann und das ist gut.
00:27:20: Dann sagt der Nene wir fliegen nach Hawaii Und da gucke ich den Ansage, ich mache sowas nicht wieder.
00:27:26: Ich fliege sich an dich nach Hawaii und dann sagt ihr ja doch fast gewonnen!
00:27:30: Und natürlich fliegen wir dahin.
00:27:31: und dann habe ich gedacht okay jetzt muss mich erstmal hinsetzen, jetzt muss das ganz erst mal sacken lassen und ja dann hab' ich es erst im Nachhinein dann realisiert.
00:27:41: Wann fing dann die, wenn du sagst das ist im ersten Moment nach der Ziellehne?
00:27:47: Sie gedacht, nee ich mach sowas auf keinen Fall wieder.
00:27:49: Ich bin ganz schön kaputtiert wahrscheinlich auch so vom Gefühl.
00:27:52: Wann ging denn dann auch so der Gedanke der erste Möglichkeit, dass Kona-sieh, sechsundzwanzig wirklich machst?
00:27:58: So auf dem Weg vom Ziel Richtung Hotel hat mein Körper mir wirklich bei jedem Schritt gesagt macht sowas bloß nie wieder.
00:28:08: aber ja Als ich dann im Hotel ankam, dann habe ich natürlich auch zu meinem Mann gesagt.
00:28:14: Wenn wir fliegen, dann wirks nur mit der ganzen Familie, sagte er auch Ich hab schon gecheckt das fällt mitten in die Ferienzeit.
00:28:21: also für die Jungs sollte das kein Problem sein und sag ich gut Dann sollten wir das als Zeichen deuten.
00:28:26: wenn wirklich alles passt Und ich von Start bis Ziel in Führung lag und es in die ferienzeit einfällt dann sollte ich das lot annehmen und dann sollten wir die reise machen.
00:28:37: Es klingt einfach wirklich sehr rund, muss man sagen.
00:28:40: Und dann auch in dem Kontext hast du irgendwann dich entschieden Vorbereitung für Kona nochmal ein bisschen anders anzugehen als im Self-Coaching Ansatz und dann über das Individual Coaching und bist dann auch mit Carla zusammengekommen.
00:28:55: Wann seid ihr gestartet ungefähr?
00:28:56: Sind
00:28:56: Ende November... ... und auch für meinen Mann war eigentlich direkt klar, dass wir die Reise nur mit euch zusammen machen würden.
00:29:08: Weil das wirklich so gut funktioniert hat!
00:29:11: Und da habe ich gesagt okay, ich glaube für Kona brauche ich oder wünsche ich mir einfach ein bisschen mehr weil... Das ist eine gigantische Reise, das ist ja auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden und dann einfach zu sagen ok Wir fliegen dahin, damit ich da teilnehmen kann.
00:29:26: Wenn dann wirklich das Bestmögliche an dem Tag aus mir rausholen.
00:29:33: Da habe ich eine E-Mail geschickt und kurz darauf habe ich mit Lisa telefoniert.
00:29:37: Es war auch ein total schönes Gespräch.
00:29:40: Ende November haben wir die Reise gemeinsam gestartet, Carla und ich.
00:29:45: Ich erinnere mich noch daran... als ich das dann auch mitbekommen habe und dann auch wirklich klar war, es geht für dich Richtung Kona.
00:29:54: Und die Vorbereitung startet... Wenn du das jetzt vergleichst, auch die Vorbreitung für Barcelona und die Vorberation zur Kona dieses Jahr hast du nochmal auch jetzt subjektiv im Nachhinein darüber nachdenkst mehr Opfer bringen müssen für dir?
00:30:11: Vorbereitungen auf Hawaii jetzt oder was vom Zeitaufwand sehr ähnlich.
00:30:16: Ich wurde oft gefragt, ob es so eine Reise wirklich wert ist, viele Opfer zu bringen.
00:30:21: Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, welche Opfer sollen das denn sein?
00:30:25: Weil ich habe nichts opfern müssen!
00:30:27: Also wie viel Zeit ich ins Training investieren möchte... Das ist mir ja freigestellt.
00:30:36: also ich kann ja angeben wann ich Zeit zum Trainieren habe und anhand von dem hat Carla meine Einheiten geplant Und von da hatte ich jetzt nie das Gefühl, als müsste ich sonst irgendetwas zurückstecken.
00:30:48: Also das war wirklich so... Das hat perfekt in den Alltag gepasst, muss ich wirklich sagen.
00:30:55: In Kombination mit Arbeit, dem Jungs und meinem Mann habe ich da jetzt nirgends Abstriche machen müssen.
00:31:03: Es war vielleicht organisatorisch ein Form alles unter einen Hut zu bringen manchmal herausfordern falls das Leben ja dann doch immer mal wieder eine Überraschung parat hält so nicht geplant ist.
00:31:14: Aber das gehört halt zum Leben mit dazu und in Absprache mit Carla war das auch nie irgendwie ein Problem, es hat immer alles gepasst.
00:31:22: Cool, sehr gut!
00:31:23: Es ist eine sehr schöne Beschreibung ob du sagst ich sehe das gar nicht so als Opfer die man dringt weil es ist ja auch, dass es in gewisser Weise dann auch für viele Menschen eine Traumefüllung dann noch so eine Reise nachher weimachen zu dürfen und auch einfach im Kontext deines Hobbys was du sehr gerne betreibst.
00:31:43: Ja, das
00:31:43: wollte ich auch noch sagen.
00:31:44: Man hat ja einen Ziel, worauf man hinarbeitet und es soll ja keine Strafe sein der Weg dahin.
00:31:51: Es soll immer noch Spaß machen und ich kenne so viele mittlerweile die Langdistance gemacht haben und aufgehört haben gesagt, boah ich habe so den Ekel in diesen ganzen langen Einheiten und dieses ganze Training und das finde ich immer so schade weil... dann ist eigentlich auch irgendwo was schief gelaufen.
00:32:09: Mit den Einheiten bei der erster Linie soll das immer noch Spaß machen.
00:32:13: Ja, absolut!
00:32:15: Das ganze Gipfelte jetzt vor circa vierzehn Tage her ungefähr dass du ein bisschen länger um elf Jahrzehnte niesse richtig im Kopf.
00:32:28: Zehnterzehnten,
00:32:32: ja sorry hier elfter Zehnte auch ein bisschen Genau, dass das stattgefunden hat.
00:32:38: Würdest du sagen direkt erste Frage dazu dieser Mythos Hawaii wie du es dir vorgestellt hast?
00:32:42: War genau so wie du's erwartet hast vor Ort?
00:32:44: Also eigentlich ist mein Mythos Huawei ganz klar da haben man seine Vorstellungen und eigentlich fand ich es gerade.
00:32:52: die ersten zwei Tage fand ich noch viel schlimmer als das wie ich es mir vorgestellt habe.
00:32:57: Da bin ich ganz ehrlich.
00:32:58: Ich weiß, nach meiner ersten Lauf-Einheit habe ich der Carla geschrieben.
00:33:02: Ich glaube meine letzte Stunde die hat gerade geschlagen!
00:33:06: Das war so brutal von der Hitze her und von allem und dann die ganzen Eindrücke von den ganzen Athleten wo ich gedacht hab oh Gott was machst du eigentlich hier?
00:33:14: Du hast nur eine Langdistance gemacht, du hast keine Erfahrung wo ich mich ein bisschen fehl am Platz und überfordert gefühlt habe.
00:33:22: ganz klar aber... Auch da wieder finde ich es total beeindruckend wie der Körper sich anpasst, wie der Kopf sich anpasst und wie man dann so step by step mich sich an alles gewöhnt.
00:33:34: Und dann auch ja die Trainingseinheiten fast genießen kann dass man die da auf Hawaii wo so viele von Träumen absolvieren können.
00:33:42: Hattest du auch jetzt in einer Zeit dort auch mit der Familie ein bisschen Zeit auch die Insel wahrzunehmen mal abseits vom Wettkampf den er schon gefunden hat?
00:33:50: Also
00:33:51: wir waren grad Ja, vor dem Wettkampf fanden wir schon auch auf der Insel unterwegs.
00:33:58: So Trail-Sachen haben wir uns für Nacht im Wettkämpfe aufgehoben.
00:34:03: aus dem Grund sind wir eine Woche noch länger dort geblieben weil wir gesagt haben okay die ersten zehn Tage da liegt der Fokus ganz klar auf den WettKampf.
00:34:12: und ja die anderen Sachen haben er dann schon nach dem WetteKampf alle gemacht und die Insel hat so unfassbar viel zu bieten.
00:34:19: das ist einfach nur Ja, ganz toll und so genießen.
00:34:23: Der Plan den ihr euch vor dem Rennen jetzt auch für Hawaii zurecht gelegt habt ist der aufgegangen vor Ort am Rennentag?
00:34:30: Ähm ich sag mal so die Insel ist der Boss Und das äh Die Insel hat da die Zügel in der Hand man kann sich supergut vorbereiten und trotzdem isst am Rinnentag dann irgendwie alles anders.
00:34:44: Also eigentlich beim Schwimmen und beim Radfahren ging der plan voll auf.
00:34:48: Die Carla hatte mir aber auch wirklich jeden Druck genommen und gesagt, wir legen jetzt so direkt nichts fest.
00:34:55: Weil es einfach von den Bedingungen her muss man gucken wie man am Rennentag damit klar kommt und wie man das alles umsetzen kann.
00:35:03: Und das hat mir auch ein freies Gefühl gegeben.
00:35:06: ich habe ihr dann nur gesagt was ich so ein Gefühl hab und dann hat sie genickt Es hat eigentlich alles genauso gepasst, sowohl beim Schwimmen als auch auf dem Rad.
00:35:16: Und ich bin auch wirklich mit einem großen Lachen im Gesicht vom Rad runter weil ich muskulär wirklich noch fit war.
00:35:23: Cool schön.
00:35:24: und dann kommt glaube ich das was viele Menschen auch berichten was mit Abstand das härteste natürlich auf der Insel ist.
00:35:29: und wie jetzt für die Beschreibung Die Insel is der Boss finde ich sehr gut.
00:35:32: es wird nicht bemerken wie die Zukunft Und sollten auch die Menschen auf jeden Fall da draußen jetzt gerade zuhören.
00:35:38: Die lösen sich das gerne merken, finde ich eine sehr gute Beschreibung.
00:35:41: Dann ging es ins Laufen rein und dann kann die Insel wirklich noch mal zeigen wer eigentlich der Big Boss ist weil dann wird natürlich der Umgang mit den Hebungsbedingungen am härtesten.
00:35:51: wie war das laufen denn für dich?
00:35:52: Also
00:35:52: die Aussage der insel ist der boss soll jetzt nicht irgendwie Angst machen oder so.
00:35:57: aber ich denke es ist einfach nur ein Ausdruck dafür dass man sich anpassen soll.
00:36:02: Und ich bin losgelaufen und klar, meine Familie hat wieder da gestanden.
00:36:06: Das war absolut schön die zu sehen!
00:36:09: Ich habe von Anfang an gesagt bei den verpflegenden Stationen werde ich gehen einfach um sicher zu sein dass sich genug Flüssigkeit aufnehmen und auch von der Verpflegung her das alles so passt.
00:36:21: Und dann kam die Palani Road, wo man im Vorfeld schon gesagt hat, meinst du nicht?
00:36:25: Du sollst hochgehen und da gucke ich den an.
00:36:27: Sag' ich bist verrückt!
00:36:28: Ich bin bei einer Weltmeisterschaft, ich lauf da hoch ja... ...und dann sehe ich die anderen da hoch gehen denke ich okay, du gehst auch hoch das ist vielleicht die bessere Entscheidung.
00:36:38: Und als ich dann oben ankam habe ich irgendwann gemerkt dass die Übelkeit kam.
00:36:43: Das ist jetzt für mich nichts Unbekanntes und das kann ich eigentlich ganz gut händeln.
00:36:48: aber durch die Hitze Ich denke einfach durch die Bedingungen kam irgendwann Erbrechen mit dazu, wo ich dann wusste okay das ist eher schlecht.
00:36:59: Also es ist im Allgemeinen schon schlecht.
00:37:01: aber gerade bei den Temperaturen ja es ist noch mal ungünstiger.
00:37:08: der Magen war leer und die Übelkeit war besser.
00:37:10: ich bin da nochmal los gelaufen.
00:37:11: das war bei Kilometer Ja, achtundzwanzig.
00:37:15: Also nach dem Energy Lab wurde mir aber recht schnell schwindelig und so ein bisschen schummrig wo ich dann entschieden habe okay du gehst jetzt einfach mal bis zur nächsten Verpflegungstation hab mich da noch einmal verpflegt Aber das kam dann auch fünf Minuten späterer Tour Und da war für mich eigentlich
00:37:30: k.o.k.,
00:37:31: laufen ist im Moment nicht, du musst gehen.
00:37:33: War nie mein Plan da über ein Highway zu spazieren.
00:37:37: Ich habe auch nicht dafür trainiert.
00:37:39: aber in dem Moment muss man ganz klar abwägen entweder ich laufe und riskiere dass sich bald hier irgendwo eine Ecke legt und das die mich aufsammeln müssen oder ich gehe und ich weiß ich werde es bis ins Ziel schaffen.
00:37:52: Bist du mit
00:37:54: einem Lächeln über die Ziellinie gekommen?
00:37:58: Ja, kurz bevor es runtergeht bei der Palani Road.
00:38:02: Es war natürlich schon stockdunkel habe ich eine weiße Kappe gesehen und dann ruf mir an mein unser jüngster Sohn entgegen Mama Ich bin so stolz auf dich Und ich hab mich so hundeelend gefühlt und er nimmt meine Hand und sagt nur ich weiß dass du das schaffen kannst.
00:38:17: Das war so ein toller moment und so Hundert zweieinhalb Meter weiter hat Mein Mann gestanden mit unserem ältesten und auch die einfach die zu sehen und einfach dieser Blick vor meinem Mann so, du schaffst das.
00:38:30: Und ich bin so unfassbar stolz.
00:38:31: Das hat mir noch mal ja einen kleinen Booster gegeben um lächelnd über die Ziele hinzugehen.
00:38:38: Es klingt sehr schön und das ist dann auch wieder.
00:38:41: wie wir am Anfang unseres Gesprächs auch mal darauf geschaut haben was die Familie für dich bedeutet glaube ich nochmal auch wirklich auch nochmal dass man es viel zu wirklich auch greifen kann Wie diese Momente dann für dich auch erlebbar waren vor Ort mit deiner Familie.
00:38:57: Eben nicht nur für dich, sondern für euch alle gemeinsam.
00:38:59: Ja, auf jeden Fall!
00:38:59: Und
00:38:59: ich habe schon bevor ich dann in den Zielkanal bin, hab ich zu meinem Mann gesagt Ich glaub' ich brauch ein bisschen länger bis ich rauskomme weil ja ich fühle mich halt nicht gut und ich wird dann auch hinter der Ziellinie recht schnell aussortiert.
00:39:14: Und es war nicht ganz witzig, weil am Tag vor dem Wettkampf jeder Sportler gewogen damit den Ausgangsgewicht haben und in dem Moment schaut die Frau die mich gewogen hat auf die Waage guckt mich an, guckt nochmal auf die waage und sagt Oh Lady that wait will keep you up on your bike tomorrow.
00:39:31: Wo ich denke ja das finde ich jetzt ganz nett von Ihnen dass Sie mir das sagen Und als ich dann nach dem Ziel allen Lauf gesagt habe, mir wäre nicht gut.
00:39:41: Muss sich wieder auf die Waage und da war dann ein ganz entsetztes Gesicht und sagt Oh Lady you lost seven pounds!
00:39:48: Und da wusste ich natürlich ja, ich brauche jetzt erstmal Flüssigkeit und das hat dann auch fast zwei Stunden gedauert bis die mich dann nochmal haben gehen lassen.
00:39:57: aber zwei Stunden die eigentlich sehr notwendig waren weil dreieinhalb Kilo Anflüssigkeit die einem fehlen ist dann auch nicht unbedingt gesund
00:40:06: absolut.
00:40:07: Und das geht ja auf jeden Fall auch in die Richtung, was für Hawaii eine ganz große Rolle spielt, dass auch die Bedingungen dort an dem Tag jedes Jahr so extrem sind, dass es auch extreme Dinge vom Körper fordert und man wird bestimmt auch viele Menschen am Rand von der Strecke gesehen haben denen es schlechter ging als dir und das ist auch etwas wo
00:40:32: man mit umgehen muss.
00:40:34: Ganz viele, die mich beim Laufen überholt haben.
00:40:37: Aber auch ganz viele Liebe, die gesagt haben hey ich laufe hier nicht so ganz schnell Ich bin mir sicher du kannst mit mir hier locker runtertraben Dann können wir uns unterhalten und die Zeit, die vergeht was total schön war ja auch dieser Zusammenhalt unter Athleten Oder auch dieses Nachfragen, wenn da wirklich einer am Streckenrand saß ob alles okay ist oder sollen wir dir jemanden rufen bei der Verpflegungsstation.
00:41:00: Dieses Miteinander der Athleten das war wirklich unheimlich schön zu sehen.
00:41:05: Ja auch schön dass du dann auch aus Teilnehmer sich so positive Erlebnisse jetzt mitgeben kannst wie die anderen teilnehmenden dort agiert haben und wie du das auch wahrgenommen hast Wenn Du jetzt drüber nachdenkst hinsichtlich dem Rennen und du bist es wieder zu Hause angekommen.
00:41:24: Würdest du jetzt nachher weit sagen, die Tretonreise ist geändert?
00:41:27: Nein, auf gar
00:41:27: keinen Fall!
00:41:28: Also... Es ist auch nicht so, dass ich irgendwie sagen würde, boah ich habe kein Bock mehr auf Training und das war schön so und ich belasse es dabei.
00:41:36: Das Training hat mir unheimlich viel gebracht, auch körperlich nochmal.
00:41:41: also Ich kenn ja Leistungssport von jungen Jahren aber im Alter ist dann doch noch mal wieder was anderes mit der Regeneration.
00:41:50: Ja, einfach nochmal ganz neue Erfahrungen die man sammelt und wo ich wirklich auch so positiv überrascht bin wie viel man jetzt noch aus sich herausholen kann wenn das Ganze vernünftig aufgebaut geplant und wenn man sich vernünftig verpflegt.
00:42:04: Schön klingt gut auf jeden Fall schön dass du den Drehlon nicht an den Nagel hängst sondern auch weiter für dich auch ein bisschen eine sportliche Heimat.
00:42:15: Das ist auch schon
00:42:16: zum Lebensinhalt so ein bisschen geworden, also es ist jetzt nicht so dass das alles primär und alles im Vordergrund stand.
00:42:24: ich meine wenn man Familie und Arbeit hat ja dann ist es auch einfach so dass da noch mal ganz oben auf der Liste steht.
00:42:32: aber das hat mir so viele unheimlich schöne Momente gegeben ich mir auch nochmal meine Grenzen gezeigt.
00:42:39: Aber neues Ziel habe ich jetzt mit Carla auch noch nicht festgelegt.
00:42:43: Aber ich bin mir sicher, wir werden da irgendwas winchen.
00:42:47: Cool, das klingt gut!
00:42:49: Wie ist es mit den Jungs von euch?
00:42:52: Hast du die auch so ein bisschen motiviert für den Ausdauersport dadurch?
00:42:56: Also unser jüngster ja der ist im Leichstaatletigverein aber schon ganz lange also der macht er schon seit der fünf ist, der ist mittlerweile vierzehn und ich finde dass für die auch einfach unheimlich schön und wichtig zu sehen, wie man für seine Ziele kämpfen soll.
00:43:15: Und dass der Weg auch manchmal steinig sein kann aber das man trotzdem ankommt.
00:43:20: Sagt immer wenn die Steine groß sind dann muss man sie klein machen weil da steigt es sich leichter drüber und dass man sich da einfach erst mal an seinen Zielen festhält.
00:43:28: und das ist bei dem Jüngsten wirklich sehr präsent.
00:43:32: Der Große der Macht jetzt nicht unbedingt Ausdauersport, aber der ist so ganz breit gefächert unterwegs.
00:43:38: Hat ganz viele Interessen und ja liebt auch einfach die Bewegung insgesamt.
00:43:44: Schön!
00:43:45: Du hast jetzt schon einen Punkt angesprochen den ich als nächstes angesprochen hätte nämlich auch was du vielleicht auch Menschen aus der Reise, die dich nach Hawaii geführt hast mitgeben möchtest?
00:43:58: Ja also man sagt immer man soll an seinen Träumen festhalten Und ein früherer Trainer von mir hat immer gesagt, Edith you should dream big.
00:44:08: Alles was eine nicht challenged ist nicht hoch genug angesetzt.
00:44:14: aber trotzdem sage ich immer es muss für jeden auch realistisch sein.
00:44:17: also man kann sich jetzt Ziele setzen aber wenn es ein Ziel ist so man weiß okay das kann ich so eigentlich nicht erreichen wo man von vornherein nicht hinten dran steht dann frustriert es einen eher als dass es einem gut tut und manchmal braucht ein großes Ziel mehrere Zwischenetappen, um da hinzukommen.
00:44:36: Also gerade wenn man jetzt nicht unbedingt aus dem Ausdauersport kommt, braucht es Zeit das Ganze aufzubauen und das kommt nicht über Nacht.
00:44:45: Ich hatte eine ganz frustrierte Arbeitskollegin die gesagt hat ich mache seit drei Monaten Fitness und ich sehe keinen Unterschied.
00:44:52: Sag ich du hast noch nie in deinem Leben trainiert ja?
00:44:55: Du bist jetzt Mitte dreißig.
00:44:57: Wenn Training so einfach wäre, dann wird es viel mehr gute Athleten geben.
00:45:01: Aber es braucht einfach
00:45:06: Zeit.".
00:45:18: mitbekommen, natürlich sind die jetzt bei euch in der Familie von euren Kindern dann das mitbekommen an den Zielen festzuhalten und für die Ziele zu arbeiten.
00:45:26: oder auch die Metapher die Steine kleiner zu machen wenn sie noch sehr groß sind.
00:45:31: Und ja auch Schritt-für-Schritt vorzugehen.
00:45:35: aber vielleicht ich weiß nicht ob du auch sagen würdest gerade dass beginnen von so einer Challenge ist schwer so färben wir dann einmal reingekommen.
00:45:43: es geht eigentlich ganz gut und dabei auch das beenden heißt der letzte Steps ohne challenge So beenden ist auch nicht so leicht.
00:45:50: Hattest du auch noch mal das in den letzten Tagen vor Kona, also vor etwas Zweifel?
00:45:56: Zweifeln hatte ich so eigentlich nie weil ich mich körperlich wirklich gut gefühlt habe und gut vorbereitet gefühelt hab.
00:46:02: Also für mich war ganz klar ja dass es wenn ich jetzt nicht irgendwie ein Defekt bekomme dann werde ich das ganze Gut meistern.
00:46:12: Übelkeit erbrechen hat sich natürlich ganz klar nicht auf dem Plan.
00:46:16: aber Ja, da muss man einfach abwägen und sagen okay was will ich jetzt?
00:46:21: Will ich die Ziellinie sehen oder sage ich gehe aufs Ganze und riskiere.
00:46:26: dass ich es halt nicht schaffe.
00:46:27: Ich glaube, du hast das gerade sehr eindrucksvoll beschrieben wie sicher du dich in der... weil das ist ja das was es wirklich auch dann bedeutet wenn du sagst ne die Zweifel habe ich so nicht gespürt sondern wirklich auch eine Sicherheit die du selbst schon in den Wochen und Monaten davor gespürt hast, dass du spürtest Ja ich fühle mich gut im Training ja ich fühl mich leistungsfähig Und ich bin hier grade auf dem richtigen Weg Dass sich auf Hawaii auch das abrufen kann Was ich mir vorher arbeitete.
00:46:51: Also ich war immer schon ein Kopfmensch.
00:46:55: Das kann positiv sein, das kann negativ sein.
00:46:59: Ich sage immer man muss es ja... Man muss mich mit sich selbst im Reinen sein weil man sich gerade bei den langen Distanzen doch sehr viel mit sich selber auseinandersetzen muss.
00:47:09: und ich denke auf jeden Fall dass ich mental da soviel aus mitgenommen habe grade auch okay wenn's mal nicht so läuft wie es laufen soll dann kann man trotzdem noch was Positives rausziehen sei das jetzt im Training oder im Wettkampf und das überträgt sich ja auch in den Alltag.
00:47:28: Also ich glaube, es gibt bei niemandem Alltag wo immer alles glatt läuft und rundläuft und dass man da einfach diese Flexibilität hat und sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.
00:47:41: Hast du für dich aus der speziellen Vorbereitung ist wenn du zurückblickst über die letzten knapp zwei Jahre was kannst du sagen?
00:47:51: Was das wichtigste ist, was du mitgenommen hast aus der Zeit.
00:47:54: Also ich denke das Wichtigste ist nach wie vor immer, dass man auf seinen Körper hört.
00:47:59: Dass man kennt seinen Körper eigentlich und muss auch sich da mal eingestehen ja wenn man etwas vielleicht kürzen muss oder umändern muss weil der Körper es an dem Tag einfach nicht her gibt und dass es auch eine Situation ist die absolut okay ist Und gerade im Alter wenn man dann doch mehrere Faktoren hat sie das ganze beeinflussen.
00:48:24: Ja, dass man da immer wieder mal in sich geht und guckt okay wo stehe ich gerade?
00:48:28: Und was brauche ich grade?
00:48:29: Brauche ich gerade wirklich das was da steht oder brauche vielleicht einfach mal etwas anderes.
00:48:35: Und dass man sich dann ja mit einer Tränen oder das mich da mit Carla immer wieder kurz schließen konnte und austauschen konnte.
00:48:42: Das war wirklich ein großes Glück!
00:48:46: schön, wie du das auch beschreibst und vor allem was ich jetzt super schön finde.
00:48:51: Wie du es gerade beschrieben hast ist dieses auf den eigenen Körperhörnen aus wie du sagst ja man kennt sie selbst schon eine ganze Weile gerade dann auch wenn man schon großen Teil seines Lebens auch Sport treibt und sich darauf auch zu verlassen immer wieder und diese Kombinationen auch zu nutzen dass ihr euch gemeinsam kurz schließen könnt wie du siehst grade eben Nikala gesprochen hast aber auch wirklich in dem Moment in dem das Training passiert.
00:49:14: natürlich auch dort bist du bei dir
00:49:16: Ja, und man hat immer die Tendenz sich so viel beeinflussen zu lassen von allem was draußen um einen herum passiert gerade auch über die sozialen Medien.
00:49:24: Also ich kann mich da eine Situation erinnern als ich noch Self-Coaching-Athlet bei euch war.
00:49:31: Es gab einige in meinem Unfälle die dann auch ne Langdistance vorbereitet haben Und die waren mit sechs Stunden Rateinheiten sieben Stundenrateinheiten und Stunde nachlaufen.
00:49:42: Dann kam ich an mit meinen dreieinhalb Stunden Und dann haben die mich immer mit großen Augen angeguckt und sagen, naja wenn du meinst das reicht.
00:49:50: Und der weiß ich noch dass ich in meiner ganzen Panik an dem Wochenende euch eine E-Mail geschrieben habe.
00:49:55: Mit den Worten ok ich hab die falschen Trainingspläne ausgesucht es ist alles zu spät weil das wird mit Barcelona nie so laufen und ich glaube da hattest du mir auch darauf geantwortet hier.
00:50:05: Nee das wäre schon alles okay so und hast mir dann nochmal ein bisschen ja die Trainingsphilosophie erklärt und mich bestätigt eigentlich in dem, was ich mache.
00:50:14: Also dass man da wirklich bei sich bleibt und nicht immer guckt, was der andere macht, denn was für den Eingut ist muss nicht unbedingt für den anderen auch
00:50:22: passen.".
00:50:23: Genau ja, auch da war an die Mail erinner ich mich auch noch weil es natürlich auch so ein bisschen klar ist das auch an dem Moment natürlich mein Witz ganz stark beeinflusst von dem was um einen herum passiert.
00:50:34: dann muss kommt man vielleicht machen.
00:50:35: Vielleicht sind es auch drei, vier Leute aus dem Umfeld die mir dann immer wieder auch im Kontext vom gemeinsamen Sport treiben, vielleicht beim schwimmen und Schwimmbad, vielleicht am gemeinsamen Lauftraining abends auf der Bahn trifft wenn man mal gemeinsam trainiert und dann kommen unterschiedliche ja auch Trainingsansätze, Trainungsphilosophien die prallen dann aufeinander um und dann stehen gegenüber drei Menschen die mehr trainieren als du.
00:50:57: Natürlich sorgt es immer wieder auch für so ein bisschen einen inneren Konflikt, das glaube ich das falsche Wort.
00:51:02: Aber vor allen Dingen für ein inneres Nachdenken warum man nicht mehr machen könnte zum Beispiel oder warum macht das jemand anders an als sich?
00:51:11: Also da muss man sich von abkappsen und ich sage immer wenn man die Entscheidung trifft in einem bestimmten Plan zu folgen dann muss man dem Ganzen auch eine Chance geben.
00:51:21: Gut Ding braucht manchmal Weile.
00:51:23: Also wenn man irgendwas ändert in einem Trainingsprozess, dann sieht man das Ergebnis nicht sofort in der darauffolgenden Woche oder den darauffolgenden Monat.
00:51:32: Das braucht einfach so ein bisschen Zeit und ist die Prozess sage ich da immer.
00:51:38: mit den großen Steinen aufteilen und dann gar nicht in der Trainingswoche selbst im Moment das Endziel des Ironmans schon sehen, sondern wirklich da ansetzen wo man gerade steht.
00:51:53: Wirklich schauen was sind Themen die gerade... Akut sind?
00:51:56: wo, wo stehst du auch zu dem Zeitpunkt in der Vorbereitung?
00:51:59: und das wird dann auch für neue Ziele die euch gemeinsam setzt oder auch für Neuziele die du dir setzt.
00:52:04: Auch in der Zukunft deine Sporttreibens.
00:52:06: damit wirst du immer wieder konfrontiert werden dass du das da wieder runterbrechen musst auf den Moment hey wo stehe ich eigentlich gerade?
00:52:13: Und wie mache ich dieses Endziel erstmal... Wie verpacke ich das im kleinere Zwischenziele vielleicht auch Schritt für Schritt um dann diesem Ziel sich zu näher an den großen ziel
00:52:22: Ja und das macht es finde ich auch immer wieder spannend.
00:52:25: Also sich immer wieder neu finden und nochmal die gleiche Richtung ein bisschen ändern oder die Ansätze ändern.
00:52:32: Ja, das ist einfach... Das ist auch so ein bisschen was das Training ausmacht und auch die Reise irgendwo hinaus macht.
00:52:38: Dass es auch im Endeffekt kann nicht nur bestehen wie es eine Reise natürlich die endet nicht sondern diese Reise lässt sich in ganz viele unterschiedliche Richtungen weiter denken und man findet ganz viele neue Möglichkeiten wie man sich dann dort auch erfahren kann, wie auch du dich als Athletin dann entsprechend und auch als Mensch einfach erfahren kannst.
00:52:57: Edith ich möchte dir danken für das spannende Gespräch auch für mich obwohl wir uns kennen und obwohl ich auch viel von dieser Reise bei dir mitbekommen habe.
00:53:05: so was sehr schön heute nochmal mit dir darüber zu sprechen und über ja auch die Learnings und vor allen Dingen aber auch deine Erfahrungen jetzt in diesem Zeitraum um zu sprechen.
00:53:16: Ich werde wie wir es üblicherweise auch machen in unserem Clickers Radio Podcast dir Gast oder Gästin das letzte Wort gerne noch übergeben.
00:53:26: Möchte mich aber auf jeden Fall sehr herzlich bei dir bedanken, dass du die Zeit heute genommen hast und freue mich schon wenn wir uns bei unserer End of Season Party in ein paar Tagen persönlich wiedersehen werden?
00:53:35: Ja ich bedanke mich bei dir Jan, dass Du mir die Möglichkeit gibts und den Raum gegeben hast meine Geschichte zu erzählen und zu teilen.
00:53:45: Ja, ich sage mal.
00:53:46: Ich bin mit einem Kopf voller Erinnerungen und einem ganz warmen Herzen aus herbei zurückgekommen Und das ist so eine Geschichte die man für immer mit sich rumträgt und ja wo man glaube ich immer wieder sehr gerne daran zurückdenkt.
00:53:59: und dass ich diese Reise mit euch zusammen machen konnte Das bedeutet mir wirklich unheimlich viel!
00:54:04: Vielen Dank.
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